ERP-Wissen
ERP-Glossar – Fachbegriffe einfach erklärt
Von Warenwirtschaft über GoBD bis API: die wichtigsten Begriffe rund um ERP und Unternehmenssoftware – herstellerunabhängig, verständlich und mit DACH-Bezug.
318 Begriffe
ABC-Analyse
Die ABC-Analyse ist ein betriebswirtschaftliches Verfahren, das Objekte wie Artikel, Kunden oder Lieferanten nach ihrem Wert- oder Mengenanteil in die drei Klassen A, B und C einteilt, um Aufmerksamkeit und Ressourcen auf das Wesentliche zu lenken.
WeiterlesenAbschreibung (AfA)
Die Abschreibung (AfA – Absetzung für Abnutzung) verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines abnutzbaren Wirtschaftsguts als Aufwand über seine Nutzungsdauer, statt sie im Kaufjahr vollständig zu verbuchen.
WeiterlesenAd-hoc-Analyse
Eine Ad-hoc-Analyse ist eine spontan und ohne Vorlauf durchgeführte Datenauswertung, mit der ein Anwender eine konkrete, oft einmalige Frage an seine Daten selbst beantwortet – ohne auf einen vordefinierten Standardbericht oder die IT-Abteilung angewiesen zu sein.
WeiterlesenAmazon FBA (Fulfillment by Amazon)
Amazon FBA (Fulfillment by Amazon) ist ein Fulfillment-Programm, bei dem Händler ihre Ware an Amazon-Logistikzentren senden und Amazon Lagerung, Verpackung, Versand, Kundenservice und Retouren übernimmt. Der Händler bleibt Eigentümer und Verkäufer der Ware, lagert aber die operative Logistik an Amazon aus.
WeiterlesenAmazon FBM
Amazon FBM (Fulfillment by Merchant) ist das Versandmodell, bei dem der Händler Amazon-Bestellungen selbst abwickelt: Er lagert die Ware in eigenen oder externen Lägern, kommissioniert, verpackt und versendet sie auf eigene Rechnung. Amazon stellt nur den Marktplatz und die Bestellabwicklung bereit, während die komplette Logistik beim Verkäufer bleibt.
WeiterlesenAmortisation
Amortisation bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem eine Investition ihre Anschaffungskosten durch die von ihr erzielten Rückflüsse – Einsparungen oder Mehrerlöse – vollständig wieder eingespielt hat.
WeiterlesenAngebot
Ein Angebot ist die Willenserklärung eines Verkäufers, einem (potenziellen) Kunden bestimmte Waren oder Leistungen zu festgelegten Konditionen – Preis, Menge, Lieferzeit und Zahlungsbedingungen – zu liefern. Es ist der erste verbindliche Vertriebsbeleg und die Vorstufe zum Auftrag.
WeiterlesenAnlagenbuchhaltung
Die Anlagenbuchhaltung ist der Teilbereich der Buchhaltung, der das Anlagevermögen eines Unternehmens erfasst, bewertet und über seine Nutzungsdauer abschreibt – als Nebenbuch, das die Anlagenkonten der Bilanz im Detail belegt.
WeiterlesenAnwenderschulung
Eine Anwenderschulung ist die gezielte Vermittlung des praktischen Wissens, das Mitarbeitende brauchen, um eine Software – etwa ein ERP-System – in ihren täglichen Arbeitsabläufen sicher und korrekt zu bedienen. Sie befähigt die Endnutzer, ihre konkreten Aufgaben im neuen System selbstständig auszuführen.
WeiterlesenAPI (Schnittstelle)
Eine API (Application Programming Interface) ist eine definierte Programmierschnittstelle, über die zwei Software-Systeme automatisch Daten austauschen. Im ERP-Kontext verbindet sie das ERP mit Shop, Marktplatz, Payment, Versand und Buchhaltung, ohne dass jemand Daten manuell überträgt.
WeiterlesenAPI-Gateway
Ein API-Gateway ist ein vorgeschalteter Vermittlungsdienst, der alle eingehenden API-Anfragen an einem einzigen Eingang bündelt, prüft und an das jeweils zuständige Backend weiterleitet. Es übernimmt zentral Aufgaben wie Authentifizierung, Routing, Drosselung und Protokollierung, die sonst jeder Dienst einzeln lösen müsste.
WeiterlesenArbeitsplan
Ein Arbeitsplan beschreibt, wie ein Erzeugnis gefertigt wird: Er legt die einzelnen Arbeitsgänge in ihrer Reihenfolge fest und ordnet jedem Schritt die benötigten Ressourcen, Vorgabezeiten und Prüfvorgaben zu. Zusammen mit der Stückliste, die das „Was" beschreibt, definiert der Arbeitsplan das „Wie" der Produktion.
WeiterlesenArtikelstamm
Der Artikelstamm ist die zentrale, dauerhaft gespeicherte Sammlung aller Produktdaten eines Unternehmens – etwa Artikelnummer, Bezeichnung, Einheiten, Preise, Steuersätze, Lieferanten und Lagerdaten. Er dient als verbindliche Referenz für sämtliche Prozesse im ERP-System.
WeiterlesenAudit-Trail
Ein Audit-Trail ist die lückenlose, chronologische Protokollierung aller Änderungen in einem System: Wer hat wann welchen Datensatz von welchem auf welchen Wert geändert – nachträglich unveränderbar dokumentiert.
WeiterlesenAufbewahrungspflicht
Die Aufbewahrungspflicht ist die gesetzliche Verpflichtung, steuerlich und handelsrechtlich relevante Unterlagen – Belege, Bücher, Rechnungen und Geschäftsbriefe – für eine bestimmte Frist geordnet, vollständig und lesbar aufzubewahren.
WeiterlesenAuftragsabwicklung
Die Auftragsabwicklung umfasst alle Schritte, mit denen ein Unternehmen einen Kundenauftrag von der Bestellung bis zur Lieferung und Rechnung bearbeitet – Auftragserfassung, Verfügbarkeitsprüfung, Kommissionierung, Versand und Fakturierung. Sie ist der operative Kern des Order-to-Cash-Prozesses.
WeiterlesenAuftragsbestätigung
Die Auftragsbestätigung ist ein kaufmännischer Beleg, mit dem der Verkäufer einen erhaltenen Kundenauftrag verbindlich bestätigt und die vereinbarten Konditionen – Artikel, Mengen, Preise, Liefer- und Zahlungsbedingungen – schriftlich festhält. Sie markiert im Vertrieb den Übergang vom Angebot zum verbindlichen Auftrag.
WeiterlesenAuftragsdurchlaufzeit
Die Auftragsdurchlaufzeit ist die Zeitspanne vom Eingang eines Kundenauftrags bis zu dessen vollständiger Auslieferung. Sie ist eine zentrale Kennzahl für Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Auftragsabwicklung und setzt sich aus Bearbeitungs-, Liege- und Transportzeiten zusammen.
WeiterlesenAuftragsfertigung vs. Lagerfertigung
Auftragsfertigung vs. Lagerfertigung bezeichnet die beiden Grundstrategien, wann ein Unternehmen produziert: Bei der Auftragsfertigung (Make-to-Order) startet die Produktion erst nach Eingang eines konkreten Kundenauftrags, bei der Lagerfertigung (Make-to-Stock) wird auf Basis einer Absatzprognose auf Lager produziert und aus dem Bestand geliefert.
WeiterlesenAuftragsverarbeitung (AVV)
Auftragsverarbeitung (AVV) bezeichnet die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO regelt diese Beziehung rechtsverbindlich.
WeiterlesenAvailable-to-Promise (ATP)
Available-to-Promise (ATP) ist die verbindlich zusagbare Verfügbarkeit eines Artikels zu einem bestimmten Termin: die Menge, die ein ERP-System aus physischem Bestand und erwarteten Zugängen abzüglich bereits reservierter Bedarfe einem neuen Kundenauftrag noch fest zusagen kann.
WeiterlesenB2B (Business-to-Business)
B2B (Business-to-Business) bezeichnet Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen – etwa Hersteller an Händler oder Großhändler an Wiederverkäufer – im Unterschied zum Verkauf an Endverbraucher.
WeiterlesenB2C (Business-to-Consumer)
B2C (Business-to-Consumer) bezeichnet Geschäftsbeziehungen, bei denen ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen direkt an private Endverbraucher verkauft – etwa über einen Onlineshop oder ein Ladengeschäft.
WeiterlesenBackup
Ein Backup ist eine zusätzliche Kopie von Daten, die getrennt vom Original gespeichert wird, um sie nach Ausfall, Fehler oder Angriff wiederherstellen zu können. Im ERP-Kontext sichert das Backup Datenbank, Belege und Konfiguration, damit ein Unternehmen bei Störungen ohne Datenverlust weiterarbeiten kann.
WeiterlesenBalanced Scorecard (BSC)
Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein Kennzahlen- und Managementsystem, das die Strategie eines Unternehmens über mehrere ausgewogene Perspektiven – typischerweise Finanzen, Kunden, Prozesse und Lernen/Entwicklung – in konkrete Ziele, Messgrößen und Maßnahmen übersetzt.
WeiterlesenBatch-Picking
Batch-Picking ist ein Kommissionierverfahren, bei dem mehrere Kundenaufträge zu einem gemeinsamen Sammelgang (Batch) zusammengefasst und in einem einzigen Rundgang gepickt werden. Jeder Lagerplatz wird nur einmal angelaufen, die entnommene Sammelmenge anschließend auf die einzelnen Aufträge verteilt.
WeiterlesenBerechtigung
Eine Berechtigung ist die einem Benutzer, einer Rolle oder einer Gruppe zugewiesene Erlaubnis, im ERP-System eine bestimmte Aktion auszuführen – etwa Daten zu sehen, anzulegen, zu ändern oder zu löschen.
WeiterlesenBeschaffung
Beschaffung umfasst alle Aufgaben, mit denen ein Unternehmen die benötigten Waren, Materialien und Dienstleistungen in der richtigen Menge, Qualität und Zeit zu wirtschaftlichen Konditionen bereitstellt – von der Bedarfsermittlung über die Lieferantenauswahl und Bestellung bis zu Wareneingang und Rechnungsprüfung.
WeiterlesenBeschaffungslogistik
Beschaffungslogistik umfasst alle Prozesse, die benötigte Waren und Materialien physisch und informatorisch vom Lieferanten bis zur Bereitstellung im eigenen Unternehmen bewegen – also Transport, Wareneingang, Einlagerung und die zugehörige Bestandssteuerung. Sie ist der logistische Teil der Beschaffung und verbindet den Beschaffungsmarkt mit Lager und Produktion.
WeiterlesenBest-of-Breed
Best-of-Breed bezeichnet eine IT-Strategie, bei der Unternehmen für jeden Aufgabenbereich die jeweils beste Speziallösung wählen und diese über Schnittstellen zu einer Gesamtlandschaft verbinden – statt eine einzige integrierte Suite einzusetzen.
WeiterlesenBestandsbewertung
Die Bestandsbewertung ist die wertmäßige Bewertung aller Lagerbestände zu einem Stichtag: Sie ordnet jeder vorrätigen Menge einen Geldwert zu und ermittelt so das im Vorrat gebundene Kapital. Das Ergebnis fließt als Bilanzposten „Vorräte" in Handels- und Steuerbilanz ein und ist Grundlage der Erfolgs- und Warenwertermittlung.
WeiterlesenBestandsführung
Die Bestandsführung ist die laufende, mengen- und wertmäßige Erfassung und Fortschreibung aller Lagerbestände in einem System. Sie bucht jeden Zu- und Abgang, sodass zu jedem Zeitpunkt bekannt ist, wie viel von welchem Artikel wo verfügbar ist und welchen Wert der Bestand bindet.
WeiterlesenBestandssynchronisation
Die Bestandssynchronisation ist der automatische Abgleich der verfügbaren Lagerbestände zwischen einem führenden System und allen angebundenen Verkaufskanälen. Sie sorgt dafür, dass Onlineshop, Marktplätze und Kasse jederzeit denselben aktuellen Bestand anzeigen und dieselbe Ware nicht mehrfach verkauft wird.
WeiterlesenBestellanforderung (BANF)
Eine Bestellanforderung (BANF) ist eine interne, formelle Beschaffungsanforderung aus einer Fachabteilung an den Einkauf. Sie meldet einen konkreten Bedarf, löst aber selbst noch keine Bestellung beim Lieferanten aus.
WeiterlesenBestellpunktverfahren
Das Bestellpunktverfahren ist eine Methode der verbrauchsgesteuerten Disposition, bei der eine Nachbestellung ausgelöst wird, sobald der verfügbare Bestand einen fest definierten Schwellenwert – den Bestellpunkt bzw. Meldebestand – erreicht oder unterschreitet. Der Bestellpunkt ist so bemessen, dass der Restbestand die Wiederbeschaffungszeit überbrückt.
WeiterlesenBestellvorschlag
Ein Bestellvorschlag ist eine vom ERP- oder Warenwirtschaftssystem automatisch erzeugte Empfehlung, welchen Artikel in welcher Menge und bei welchem Lieferanten nachbestellt werden sollte. Er entsteht, sobald der verfügbare Bestand eine hinterlegte Schwelle unterschreitet, und muss vom Disponenten geprüft und freigegeben werden.
WeiterlesenBestellwesen
Das Bestellwesen umfasst alle Aufgaben und Abläufe, mit denen ein Unternehmen Waren und Dienstleistungen bei Lieferanten bestellt – vom Bedarf über Bestellvorschlag, Bestellung und Bestellbestätigung bis zur Überwachung offener Bestellungen. Im ERP-System ist es der operative Kern des Einkaufs und die Brücke zwischen Disposition und Wareneingang.
WeiterlesenBetriebsdatenerfassung (BDE)
Die Betriebsdatenerfassung (BDE) ist das systematische Erfassen von Ist-Daten aus dem laufenden Betrieb – vor allem Auftrags-, Maschinen- und Personalzeiten sowie Mengen, Gut- und Ausschussstückzahlen. Sie liefert die Rückmeldungen, mit denen Fertigungsaufträge, Kalkulation und Kapazitätsplanung im ERP mit der Realität abgeglichen werden.
WeiterlesenBewegungsdaten
Bewegungsdaten sind vorgangs- und zeitbezogene Daten, die durch einzelne Geschäftsvorfälle entstehen – etwa Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen oder Lagerbuchungen. Sie dokumentieren, was wann mit welchen Stammdaten geschehen ist, und verändern sich mit jedem neuen Vorgang.
WeiterlesenBig-Bang-Einführung
Die Big-Bang-Einführung ist eine Einführungsstrategie, bei der ein neues ERP-System zu einem einzigen, fest terminierten Stichtag vollständig scharfgeschaltet wird und das Altsystem im selben Moment komplett abgelöst wird – ohne schrittweise Übergangsphase.
WeiterlesenBilanz
Eine Bilanz ist die stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens. Sie zeigt, welche Mittel vorhanden sind und wie sie finanziert wurden – beide Seiten sind stets betragsgleich.
WeiterlesenBlueprint (Sollkonzept)
Ein Blueprint (Sollkonzept) ist das zentrale Konzeptdokument einer ERP-Einführung, das beschreibt, wie die künftigen Geschäftsprozesse im neuen System abgebildet werden – der dokumentierte Soll-Zustand als verbindliche Grundlage für Konfiguration, Anpassung und Realisierung.
WeiterlesenBMD (Österreich)
BMD (Österreich) ist eine weit verbreitete österreichische Buchhaltungs-, Lohn- und ERP-Software des BMD Systemhaus in Steyr. Im DACH-Raum gilt sie als das österreichische Pendant zu DATEV – der De-facto-Standard für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberatern.
WeiterlesenBranchen-ERP
Ein Branchen-ERP ist ein ERP-System, das gezielt auf die Prozesse, Kennzahlen und rechtlichen Anforderungen einer bestimmten Branche zugeschnitten ist – etwa Handel, Fertigung, Bau oder Lebensmittel – und dafür passende Funktionen bereits mitbringt.
WeiterlesenBreak-Even-Analyse
Die Break-Even-Analyse ermittelt den Punkt, an dem Erlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind – die Gewinnschwelle, ab der ein Produkt oder Unternehmen weder Verlust noch Gewinn macht und jede weitere Menge ins Plus arbeitet.
WeiterlesenBuchungssatz
Ein Buchungssatz ist die formale Anweisung in der doppelten Buchführung, mit der ein Geschäftsvorfall auf mindestens zwei Konten erfasst wird – nach dem Schema „Soll an Haben" mit betragsgleichen Seiten.
WeiterlesenBusiness Case
Ein Business Case ist die strukturierte Wirtschaftlichkeitsbegründung für ein Vorhaben: Er stellt den erwarteten Kosten eines Projekts dessen quantifizierten Nutzen gegenüber und macht damit die Investitionsentscheidung nachvollziehbar.
WeiterlesenBusiness Intelligence (BI)
Business Intelligence (BI) bezeichnet Verfahren und Werkzeuge, die operative Unternehmensdaten sammeln, aufbereiten und in Kennzahlen, Berichten und Dashboards sichtbar machen, um faktenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.
WeiterlesenBuy Box
Die Buy Box ist das hervorgehobene Angebotsfeld auf einer Amazon-Produktseite mit dem „In den Einkaufswagen"-Button. Bei Angeboten mehrerer Händler für dasselbe Produkt gewinnt genau ein Verkäufer diese Position – und damit den Großteil der Verkäufe.
WeiterlesenCapEx vs. OpEx
CapEx vs. OpEx unterscheidet Investitionsausgaben (Capital Expenditure), die aktiviert und über Jahre abgeschrieben werden, von laufenden Betriebsausgaben (Operating Expenditure), die sofort als Aufwand die Periode belasten.
WeiterlesenCE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung ist die Erklärung des Herstellers, dass ein Produkt alle einschlägigen EU-Richtlinien und -Verordnungen erfüllt und deshalb im Europäischen Wirtschaftsraum frei in Verkehr gebracht werden darf.
WeiterlesenChange Management
Change Management (Veränderungsmanagement) bezeichnet das systematische Begleiten der betroffenen Menschen und Prozesse durch einen tiefgreifenden Wandel – bei einer ERP-Einführung also alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass Mitarbeitende die neuen Abläufe und das neue System annehmen, verstehen und produktiv nutzen.
WeiterlesenChannel-Management
Channel-Management (Kanalmanagement) bezeichnet die zentrale, operative Steuerung aller Verkaufskanäle eines Händlers – vom eigenen Onlineshop über Marktplätze wie Amazon oder eBay bis zum Ladengeschäft. Ziel ist es, Produktdaten, Preise, Bestände und Bestellungen kanalübergreifend aus einem System heraus konsistent und automatisiert zu bespielen.
WeiterlesenChaotische Lagerhaltung
Chaotische Lagerhaltung ist ein Lagerprinzip, bei dem Artikel keinen festen Stellplatz haben, sondern dynamisch auf dem jeweils nächsten freien Lagerplatz eingelagert werden. Die Zuordnung von Artikel zu Platz übernimmt die Software.
WeiterlesenChargenverwaltung
Die Chargenverwaltung ist die Erfassung, Führung und Rückverfolgung von Waren in Chargen – also in produktionsgleichen Losen, die eine gemeinsame Chargennummer teilen. Sie hält fest, welche Menge welcher Charge wann eingekauft, eingelagert und an welchen Kunden verkauft wurde, und macht so den Weg jedes Loses lückenlos nachvollziehbar.
WeiterlesenClick and Collect
Click and Collect ist ein Omnichannel-Verfahren, bei dem Kunden online bestellen und bezahlen und die Ware anschließend selbst in einer Filiale oder an einem Abholpunkt abholen, statt sie sich liefern zu lassen.
WeiterlesenCloud-ERP
Ein Cloud-ERP ist eine Unternehmenssoftware für Warenwirtschaft, Finanzen und Vertrieb, die als Onlinedienst über das Internet bereitgestellt und beim Anbieter betrieben wird – ohne eigene Server im Unternehmen.
WeiterlesenComposable ERP
Composable ERP ist ein modularer ERP-Ansatz, bei dem das Unternehmen sein System aus austauschbaren, über offene Schnittstellen verbundenen Bausteinen zusammensetzt – statt eine einzige, monolithische Standardsoftware für alles zu nutzen.
WeiterlesenCRM (Customer Relationship Management)
CRM (Customer Relationship Management) bezeichnet die systematische Gestaltung aller Kundenbeziehungen – von der ersten Anfrage über den Verkauf bis zum Service. Ein CRM-System bündelt dazu sämtliche Kontakt-, Vertriebs- und Kommunikationsdaten an einer zentralen Stelle.
WeiterlesenCross-Border-Commerce
Cross-Border-Commerce ist der grenzüberschreitende Online-Handel, bei dem ein Händler Waren oder Dienstleistungen über Ländergrenzen hinweg an Endkunden oder Geschäftskunden im Ausland verkauft. Dazu gehören landesspezifischer Storefront, Währung, Zahlung, Steuern, Zoll und internationaler Versand als aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem.
WeiterlesenCross-Docking
Cross-Docking ist ein Logistikverfahren, bei dem angelieferte Ware im Umschlaglager ohne feste Einlagerung direkt zum Warenausgang durchgeschleust und für den Versand neu zusammengestellt wird. Ziel ist es, Lagerbestand und Handlingkosten zu senken und die Durchlaufzeit zu verkürzen.
WeiterlesenCross-Selling und Up-Selling
Cross-Selling und Up-Selling sind zwei Vertriebstechniken zur Umsatzsteigerung je Kunde: Beim Cross-Selling werden ergänzende Produkte zum Hauptkauf verkauft (Zubehör, Verbrauchsmaterial), beim Up-Selling die höherwertige, teurere Variante desselben Produkts. Beide erhöhen den durchschnittlichen Bestellwert bei bestehendem Kundenkontakt.
WeiterlesenCustomer Lifetime Value (CLV)
Der Customer Lifetime Value (CLV) ist der gesamte Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung erwartbar erwirtschaftet – abzüglich der Kosten für Akquise und Betreuung.
WeiterlesenCustomizing
Customizing bezeichnet die Anpassung eines Standard-ERP-Systems an die individuellen Prozesse und Anforderungen eines Unternehmens – überwiegend durch Einstellungen und Parametrisierung im vorhandenen Funktionsrahmen, ohne den Programmcode zu verändern.
WeiterlesenCut-over
Der Cut-over ist die eng geplante Umschaltphase einer ERP-Einführung, in der das Unternehmen vom Alt- auf das neue System wechselt: Das Altsystem wird eingefroren, die finalen Daten werden übernommen und geprüft, und das neue ERP wird für den Produktivbetrieb freigegeben.
WeiterlesenD2C (Direct-to-Consumer)
D2C (Direct-to-Consumer) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem eine Marke ihre Produkte ohne Zwischenhandel direkt an Endkundinnen und Endkunden verkauft – meist über den eigenen Onlineshop – und dabei Preis, Daten und Kundenbeziehung selbst kontrolliert.
WeiterlesenDashboard
Ein Dashboard ist eine grafische Oberfläche, die die wichtigsten Kennzahlen und Informationen eines Bereichs verdichtet auf einem Bildschirm zusammenführt und laufend aktualisiert, damit der Zustand eines Unternehmens oder Prozesses auf einen Blick erfassbar wird.
WeiterlesenData Lake
Ein Data Lake ist ein zentraler Speicher, der große Mengen roher Daten aus vielen Quellen – strukturiert wie unstrukturiert – in ihrem Ursprungsformat und kostengünstig ablegt und die Struktur erst bei der Auswertung festlegt (schema-on-read).
WeiterlesenData Mart
Ein Data Mart ist ein thematisch zugeschnittener Ausschnitt eines Data Warehouse, der die Daten eines einzelnen Fachbereichs wie Vertrieb, Einkauf oder Finanzen für schnelle, gezielte Auswertungen bündelt.
WeiterlesenData Warehouse
Ein Data Warehouse ist eine zentrale, für Auswertungen optimierte Datenbank, die Daten aus verschiedenen Quellsystemen wie ERP, Shop oder CRM bereinigt, historisiert und themenorientiert zusammenführt – als verlässliche Grundlage für Reporting und Business Intelligence.
WeiterlesenDatenformat (CSV, XML, JSON)
Ein Datenformat legt fest, wie Daten strukturiert und für den Austausch zwischen Systemen abgelegt werden. CSV, XML und JSON sind die drei im ERP-Umfeld gebräuchlichsten Datenformate: CSV für einfache Tabellen, XML und JSON für verschachtelte Datensätze und Schnittstellen.
WeiterlesenDatenimport und -export
Datenimport und -export bezeichnen das wiederkehrende Einlesen (Import) und Ausgeben (Export) von Daten im laufenden ERP-Betrieb – meist als Massenverarbeitung über strukturierte Dateien wie CSV oder Excel. Import füllt das System mit externen Daten, Export stellt sie anderen Systemen oder Auswertungen bereit.
WeiterlesenDatenmigration
Datenmigration ist die geplante, einmalige Übertragung von Daten aus einem Altsystem in ein neues System – etwa bei einer ERP-Einführung. Dabei werden Stamm- und Bewegungsdaten extrahiert, bereinigt, umgeschlüsselt und in die Struktur des Zielsystems überführt.
WeiterlesenDatenpflege
Datenpflege bezeichnet alle laufenden Tätigkeiten, mit denen die Daten in einem ERP-System korrekt, vollständig, eindeutig und aktuell gehalten werden – vom Anlegen und Ändern über das Dublettenbereinigen bis zum Stilllegen veralteter Datensätze. Sie ist die Voraussetzung für verlässliche Prozesse und Auswertungen.
WeiterlesenDatenqualität
Datenqualität bezeichnet den Grad, in dem Daten für ihren Verwendungszweck geeignet sind – gemessen an Dimensionen wie Vollständigkeit, Korrektheit, Aktualität, Konsistenz und Eindeutigkeit. Im ERP-System entscheidet die Datenqualität der Stamm- und Bewegungsdaten unmittelbar darüber, wie zuverlässig Prozesse automatisiert und Auswertungen belastbar sind.
WeiterlesenDatenresidenz
Datenresidenz bezeichnet den geografischen Ort, an dem die Daten eines ERP-Systems physisch gespeichert und verarbeitet werden – also in welchem Land bzw. Rechtsraum die Server und Rechenzentren stehen.
WeiterlesenDatenzugriff Z1/Z2/Z3
Datenzugriff Z1/Z2/Z3 bezeichnet die drei Zugriffsarten, mit denen die Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung auf steuerlich relevante Daten im ERP-System zugreifen darf: unmittelbar (Z1), mittelbar (Z2) und per Datenträgerüberlassung (Z3).
WeiterlesenDATEV-Schnittstelle
Die DATEV-Schnittstelle ist die standardisierte Export-/Import-Verbindung, über die ein ERP- oder Buchhaltungssystem steuerrelevante Daten – vor allem Buchungssätze, Debitoren- und Kreditorenkonten sowie Belege – im DATEV-Format an die Kanzleisoftware der DATEV eG übergibt.
WeiterlesenDebitor
Ein Debitor ist ein Kunde, der einem Unternehmen aus einer Lieferung oder Leistung Geld schuldet. In der Buchhaltung bezeichnet der Debitor zugleich das personenbezogene Kundenkonto, auf dem diese offene Forderung geführt wird.
WeiterlesenDeckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten eines Produkts, Auftrags oder Kunden. Er zeigt, welcher Betrag zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
WeiterlesenDelta-Synchronisation
Delta-Synchronisation überträgt zwischen zwei Systemen nur die seit dem letzten Abgleich geänderten Datensätze – nicht den kompletten Bestand.
WeiterlesenDigital Shelf
Der Digital Shelf (deutsch „digitales Regal") ist die Gesamtheit aller digitalen Touchpoints, an denen Kunden online Produkte entdecken, vergleichen und kaufen – etwa Onlineshops, Marktplätze und Preisvergleiche.
WeiterlesenDigitale Transformation
Digitale Transformation ist der grundlegende Umbau von Geschäftsprozessen, Modellen und Kultur eines Unternehmens durch digitale Technologien – mit dem Ziel, Wertschöpfung datenbasiert und durchgängig neu zu organisieren.
WeiterlesenDisaster Recovery
Disaster Recovery bezeichnet die geplante Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten nach einem schweren Ausfall – etwa durch Serverdefekt, Ransomware, Brand oder Rechenzentrumsstörung. Ziel ist es, ein System wie das ERP innerhalb einer vorher festgelegten Zeit und mit möglichst geringem Datenverlust wieder betriebsfähig zu machen.
WeiterlesenDisposition
Die Disposition ist die bedarfsgerechte Planung und Steuerung von Beschaffung und Beständen. Sie legt fest, welcher Artikel in welcher Menge zu welchem Termin bestellt oder gefertigt werden muss, damit das Unternehmen lieferfähig bleibt, ohne unnötig Kapital im Lager zu binden.
WeiterlesenDrill-down
Drill-down bezeichnet in Reporting und Business Intelligence das schrittweise Aufklappen einer verdichteten Kennzahl auf feinere Detailebenen – etwa vom Gesamtumsatz über die Warengruppe bis zum einzelnen Artikel oder Beleg.
WeiterlesenDSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist die EU-weit geltende Verordnung, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt. Sie schreibt vor, auf welcher Rechtsgrundlage, zu welchem Zweck und wie lange Unternehmen Daten von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern verarbeiten dürfen.
WeiterlesenDublette
Eine Dublette ist ein doppelt oder mehrfach angelegter Datensatz, der dasselbe reale Objekt beschreibt – etwa denselben Kunden, Artikel oder Lieferanten mit leicht abweichender Schreibweise. Im ERP-System verfälschen Dubletten Auswertungen, verursachen Fehler in Prozessen und mindern die Stammdatenqualität.
WeiterlesenDurchlaufzeit
Die Durchlaufzeit ist die gesamte Zeitspanne, die ein Fertigungsauftrag oder Werkstück von der Freigabe bis zur Fertigstellung in der Produktion durchläuft. Sie setzt sich aus Rüst-, Bearbeitungs-, Transport- und Liegezeiten zusammen und ist eine zentrale Kennzahl der Produktionsplanung.
WeiterlesenE-Procurement
E-Procurement ist die elektronische, systemgestützte Abwicklung des betrieblichen Einkaufs – von der Bedarfsanforderung über die Bestellung bis zur Rechnungsprüfung – über digitale Kataloge, Portale und standardisierte Schnittstellen.
WeiterlesenE-Rechnung
Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format (meist XML nach EN 16931, z. B. XRechnung oder ZUGFeRD) ausgestellt und übertragen wird und dadurch ohne Medienbruch automatisch weiterverarbeitet werden kann.
WeiterlesenEAN (European Article Number)
Die EAN (European Article Number) ist eine international eindeutige, meist 13-stellige Nummer zur Kennzeichnung von Handelswaren, die als Strichcode auf der Verpackung abgebildet wird. Sie identifiziert einen Artikel weltweit unverwechselbar und heißt seit 2009 offiziell GTIN (Global Trade Item Number).
WeiterlesenEchtzeit-Reporting
Echtzeit-Reporting bezeichnet die Auswertung von Geschäftsdaten unmittelbar in dem Moment, in dem sie entstehen – Kennzahlen, Berichte und Dashboards zeigen also den aktuellen Ist-Zustand ohne nächtlichen Verzug statt eines veralteten Vortagsstands.
WeiterleseneCl@ss (Klassifizierung)
Die eCl@ss (Klassifizierung) ist ein internationaler Industriestandard, der Produkte und Dienstleistungen über einen vierstufigen Klassenschlüssel und standardisierte Merkmale eindeutig beschreibt und so den Datenaustausch zwischen Unternehmen vereinheitlicht.
WeiterlesenEDI (Electronic Data Interchange)
EDI (Electronic Data Interchange) ist der automatisierte, strukturierte Austausch von Geschäftsdokumenten – etwa Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen – direkt zwischen den IT-Systemen zweier Unternehmen, ohne dass jemand Belege abtippt oder per E-Mail verschickt.
WeiterlesenEDIFACT
EDIFACT ist ein internationaler UN-Standard, der festlegt, wie Unternehmen strukturierte Geschäftsbelege wie Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen elektronisch, maschinenlesbar und ohne manuelle Erfassung zwischen ihren Systemen austauschen.
WeiterlesenEinkaufskonditionen
Einkaufskonditionen sind die zwischen einem Unternehmen und seinen Lieferanten vereinbarten Bedingungen eines Kaufs – vor allem Preise, Rabatte, Boni, Skonti, Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie Mindestmengen. Im ERP-System sind sie im Lieferantenstamm und in Preislisten hinterlegt und steuern automatisch, welcher Preis bei einer Bestellung greift.
WeiterlesenEmbedded Analytics
Embedded Analytics bezeichnet die Einbettung von Auswertungen, Dashboards und Kennzahlen direkt in eine operative Anwendung – etwa ein ERP- oder CRM-System –, sodass Analysen dort erscheinen, wo Anwender ohnehin arbeiten, statt in einem separaten BI-Werkzeug.
WeiterlesenEN 16931
EN 16931 ist die europäische Norm, die das semantische Datenmodell einer elektronischen Rechnung festlegt – also welche Angaben eine E-Rechnung enthält und was sie bedeuten. Sie bildet die inhaltliche Grundlage für Formate wie XRechnung und ZUGFeRD.
WeiterlesenEngpasssteuerung
Engpasssteuerung ist die gezielte Planung und Auslastung des begrenzenden Faktors (Engpass) in einem Produktions- oder Lieferprozess. Der Engpass bestimmt den maximal möglichen Durchsatz – deshalb richtet man die gesamte Steuerung nach ihm aus.
WeiterlesenEnterprise Service Bus (ESB)
Ein Enterprise Service Bus (ESB) ist eine zentrale Integrationsschicht, über die verschiedene Anwendungen wie ein „Datenbus“ miteinander kommunizieren. Statt jedes System einzeln zu verdrahten, dockt jede Anwendung nur einmal an den Bus an, der Nachrichten entgegennimmt, in das richtige Format übersetzt, weiterleitet und die Abläufe zwischen den Systemen orchestriert.
WeiterlesenERP (Enterprise Resource Planning)
Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) ist eine zentrale Unternehmenssoftware, die Kernprozesse wie Warenwirtschaft, Finanzen, Einkauf, Vertrieb und Lager auf einer gemeinsamen Datenbasis verbindet.
WeiterlesenERP-Auswahl
Die ERP-Auswahl ist der strukturierte Prozess, mit dem ein Unternehmen aus dem Markt das passende ERP-System ermittelt – von der Anforderungsanalyse über Longlist, Shortlist und Demos bis zur gewichteten Bewertung und Entscheidung.
WeiterlesenERP-Einführung
Die ERP-Einführung ist das Projekt, mit dem ein ausgewähltes ERP-System im Unternehmen produktiv gemacht wird – von Projektaufsetzung und Konzeption über Konfiguration, Datenmigration und Test bis zu Schulung, Go-Live und Nachbetreuung.
WeiterlesenERP-Rollout
Ein ERP-Rollout ist die geplante Ausbreitung eines fertig konfigurierten ERP-Systems in den produktiven Betrieb – auf alle vorgesehenen Nutzer, Standorte, Mandanten und Prozesse. Er umfasst die technische Bereitstellung, Datenübernahme, Schulung und den Go-Live.
WeiterlesenERP-Suite
Eine ERP-Suite ist ein integriertes Paket aufeinander abgestimmter ERP-Module eines einzelnen Anbieters, die auf einer gemeinsamen Plattform und Datenbasis Kernprozesse wie Warenwirtschaft, Finanzen, Einkauf und Vertrieb durchgängig abdecken.
WeiterlesenETL (Extract, Transform, Load)
ETL (Extract, Transform, Load) ist ein dreistufiges Verfahren, um Daten aus Quellsystemen zu extrahieren, in ein einheitliches Zielformat umzuwandeln und in ein Zielsystem zu laden. Im ERP-Umfeld bündelt ETL Daten aus Shop, Marktplatz, Buchhaltung und Altsystemen und bereitet sie für Migration, Auswertung oder Synchronisation auf.
WeiterlesenEvent-Driven Architecture
Event-Driven Architecture (EDA) ist ein Architekturstil, bei dem Systeme über Ereignisse kommunizieren: Sobald etwas Relevantes passiert – etwa eine neue Bestellung –, erzeugt ein System ein Ereignis, das andere Systeme entkoppelt und in Echtzeit auslesen und darauf reagieren. Statt sich direkt aufzurufen, tauschen die Bausteine Nachrichten über einen Vermittler aus.
WeiterlesenFeinplanung
Die Feinplanung ist die detaillierte, kurzfristige Produktionsplanung, die einzelne Arbeitsgänge terminlich exakt festlegt und sie unter Berücksichtigung der begrenzten (endlichen) Kapazität einer bestimmten Maschine, Anlage oder Personengruppe zuordnet. Sie legt die Reihenfolge fest, in der Fertigungsaufträge an jedem Arbeitsplatz abgearbeitet werden, und bestimmt so den konkreten Start- und Endzeitpunkt jedes Vorgangs.
WeiterlesenFeld-Mapping
Feld-Mapping ist die eindeutige Zuordnung von Datenfeldern eines Quellsystems zu den passenden Feldern eines Zielsystems – etwa „Kundennr." auf „Debitorennummer". Es legt fest, welches Feld wohin gehört und wie Werte dabei umgeschlüsselt oder umformatiert werden.
WeiterlesenFertigungsauftrag
Ein Fertigungsauftrag ist der verbindliche Auftrag, ein bestimmtes Erzeugnis in festgelegter Menge bis zu einem Termin zu produzieren. Er bündelt Stückliste, Arbeitsplan, Material- und Kapazitätsbedarf zu einem steuerbaren Vorgang und ist im ERP-System die zentrale Bewegungsdatei, über die Fertigung geplant, freigegeben, zurückgemeldet und abgerechnet wird.
WeiterlesenFertigungsstückliste
Eine Fertigungsstückliste listet vollständig auf, welche Komponenten, Materialien und Mengen benötigt werden, um ein bestimmtes Erzeugnis herzustellen. Sie ist die produktionsorientierte Form der Stückliste und bildet zusammen mit dem Arbeitsplan die Grundlage jedes Fertigungsauftrags.
WeiterlesenFIFO (First In, First Out)
FIFO (First In, First Out) ist das Prinzip, zuerst eingelagerte Ware zuerst wieder zu entnehmen bzw. zu verbrauchen. Es beschreibt sowohl eine physische Entnahmestrategie im Lager als auch ein Verbrauchsfolgeverfahren zur Bewertung von Vorräten: Die ältesten Zugänge gelten als zuerst abgegangen.
WeiterlesenFinanzbuchhaltung (FiBu)
Die Finanzbuchhaltung (FiBu) ist der Teil des Rechnungswesens, der alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens lückenlos, wert- und periodengerecht auf Konten erfasst und daraus den handels- und steuerrechtlichen Jahresabschluss aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ableitet.
WeiterlesenFit-Gap-Analyse
Eine Fit-Gap-Analyse vergleicht die Anforderungen eines Unternehmens systematisch mit dem Standardfunktionsumfang einer Software und deckt auf, welche Prozesse ein ERP-System bereits abdeckt (Fit) und wo Lücken bestehen (Gap), die durch Customizing, Prozessanpassung oder Zusatzentwicklung geschlossen werden müssen.
WeiterlesenForecast (Absatzplanung)
Ein Forecast (Absatzplanung) ist die datengestützte Prognose des zukünftigen Absatzes eines Unternehmens – meist je Artikel, Kanal und Zeitraum –, die als Grundlage für Beschaffung, Produktion, Bestandsdisposition und Finanzplanung dient.
WeiterlesenFulfillment
Fulfillment bezeichnet die komplette Abwicklung einer Bestellung nach dem Kaufabschluss – von der Lagerung der Ware über Kommissionierung und Verpackung bis zu Versand, Zustellung und Retourenbearbeitung. Es umfasst alle physischen und informatorischen Schritte, die nötig sind, um ein bestelltes Produkt korrekt und termingerecht zum Kunden zu bringen.
WeiterlesenGeBüV und QR-Rechnung (Schweiz)
GeBüV und QR-Rechnung (Schweiz) bezeichnen zwei zentrale Schweizer Vorgaben: die Geschäftsbücherverordnung (GeBüV) regelt die revisionssichere Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, die QR-Rechnung ist der landesweite Standard für Zahlungen mit maschinenlesbarem Swiss QR Code.
WeiterlesenGefahrgut
Gefahrgut sind Stoffe und Gegenstände, von denen beim Transport Gefahren für Menschen, Umwelt oder Sachen ausgehen können und deren Beförderung deshalb gesetzlich geregelt ist – etwa durch Klassifizierung, Kennzeichnung, Verpackung und Dokumentation nach ADR.
WeiterlesenGeschäftsprozess
Ein Geschäftsprozess ist eine logisch zusammenhängende Folge von Aktivitäten, die aus einem definierten Auslöser (Input) ein für Kunden oder das Unternehmen wertschöpfendes Ergebnis (Output) erzeugt – etwa vom Kundenauftrag bis zur bezahlten Rechnung. Er beschreibt, wer wann was tut, und ist die Einheit, die ein ERP-System abbildet und automatisiert.
WeiterlesenGewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist der Teil des Jahresabschlusses, der alle Erträge und Aufwendungen einer Periode gegenüberstellt und daraus den Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag – also den Unternehmenserfolg – ermittelt.
WeiterlesenGleitender Durchschnittspreis
Der Gleitende Durchschnittspreis ist ein Verfahren der Bestandsbewertung, bei dem der Einstandspreis eines Artikels nach jedem Wareneingang neu als mengengewichteter Mittelwert aus altem Bestand und Zugang berechnet wird.
WeiterlesenGo-Live
Der Go-Live ist der Stichtag, an dem ein neues ERP-System vom Test- in den produktiven Betrieb umgeschaltet wird und alle Anwender damit arbeiten. Ab diesem Moment laufen die echten Geschäftsprozesse – Aufträge, Buchungen, Lager – im neuen System.
WeiterlesenGoBD
Die GoBD sind die Verwaltungsvorschrift des Bundesfinanzministeriums, die festlegt, wie steuerlich relevante Bücher, Aufzeichnungen und Belege elektronisch zu führen und aufzubewahren sind – nachvollziehbar, vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und vor allem unveränderbar.
WeiterlesenGoBD-konform
GoBD-konform bedeutet, dass ein System oder Prozess steuerlich relevante Daten so erfasst, verarbeitet und aufbewahrt, dass die Anforderungen der GoBD erfüllt sind – vor allem nachvollziehbar, vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und unveränderbar.
WeiterlesenGolden Record
Ein Golden Record ist der eine, bereinigte und konsolidierte Stammdatensatz zu einem Objekt – etwa einem Kunden, Lieferanten oder Artikel –, der die verstreuten Daten aus mehreren Quellsystemen zu einer einzigen führenden Wahrheit zusammenführt. Er gilt als „Single Source of Truth" und liefert allen angebundenen Systemen dieselben, verlässlichen Werte.
WeiterlesenGraphQL
GraphQL ist eine Abfragesprache und Laufzeitumgebung für Schnittstellen (APIs), mit der ein Client über einen einzigen Endpunkt exakt die Daten anfragt, die er braucht – nicht mehr und nicht weniger. Im ERP-Umfeld verbindet GraphQL das ERP-System mit Shop, App und Drittsystemen und reduziert dabei überflüssige Datenübertragung.
WeiterlesenGTIN (Global Trade Item Number)
Die GTIN (Global Trade Item Number) ist der weltweit eindeutige Identifikationsschlüssel von GS1 für Handelseinheiten. Sie kennzeichnet ein bestimmtes Produkt eines bestimmten Herstellers unverwechselbar und ist als Barcode maschinenlesbar – von der Kasse bis zum Marktplatz-Listing.
WeiterlesenGutschrift
Eine Gutschrift ist ein kaufmännischer Beleg, der eine zuvor gestellte Rechnung ganz oder teilweise rückgängig macht – etwa bei Retouren, Reklamationen, Preisnachlässen oder Fehlberechnungen. Sie mindert die Forderung gegenüber dem Kunden und wird spiegelbildlich zur Rechnung verbucht.
WeiterlesenHauptbuch
Das Hauptbuch ist das zentrale Buch der doppelten Buchführung: In ihm werden alle Geschäftsvorfälle sachlich geordnet auf Sachkonten gebucht. Es fasst sämtliche Buchungen nach Konten zusammen und bildet die Grundlage für Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
WeiterlesenHeadless Commerce
Headless Commerce ist ein Architekturansatz für den Onlinehandel, bei dem die Präsentationsschicht (das „Frontend", der Shop, den Kunden sehen) technisch vom Commerce-Backend (Warenkorb, Preise, Bestellungen) entkoppelt ist. Beide Schichten kommunizieren ausschließlich über eine API, wodurch sich Verkaufskanäle frei gestalten und unabhängig vom Backend weiterentwickeln lassen.
WeiterlesenHochverfügbarkeit
Hochverfügbarkeit (englisch High Availability, HA) bezeichnet die Eigenschaft eines IT-Systems, auch bei Störungen einzelner Komponenten nahezu unterbrechungsfrei weiterzulaufen. Erreicht wird das durch Redundanz und automatisches Umschalten (Failover), sodass ein ERP-System über einen vereinbarten Zeitraum eine sehr hohe Verfügbarkeit – oft 99,9 % und mehr – erreicht.
WeiterlesenHosting
Hosting bezeichnet den Betrieb einer Software auf Servern in einem Rechenzentrum, sodass sie über das Netz erreichbar ist – inklusive Bereitstellung von Rechenleistung, Speicher, Netzwerk und laufender Wartung. Beim ERP entscheidet das Hosting-Modell darüber, wo die Unternehmensdaten liegen und wer für Verfügbarkeit, Updates und Sicherung verantwortlich ist.
WeiterlesenHybrid-ERP
Ein Hybrid-ERP ist ein ERP-System, das Cloud- und On-Premise-Betrieb kombiniert: Ein Teil der Anwendung läuft auf firmeneigenen Servern, ein anderer Teil als Onlinedienst beim Anbieter – beide sind zu einem Gesamtsystem verbunden.
WeiterlesenHypercare
Hypercare ist die eng betreute Stabilisierungsphase direkt nach dem Go-Live eines ERP-Systems: Für einen befristeten Zeitraum – meist zwei bis sechs Wochen – steht ein erweitertes Support-Team bereit, um Fehler, Rückfragen und Anlaufprobleme im laufenden Betrieb sofort zu klären.
WeiterlesenIdempotenz
Idempotenz bezeichnet die Eigenschaft einer Operation, bei mehrfacher Ausführung dasselbe Ergebnis zu liefern wie bei einmaliger Ausführung. In ERP-Schnittstellen verhindert sie Doppelbuchungen bei Wiederholungen.
WeiterlesenIncoterms
Incoterms (International Commercial Terms) sind standardisierte Handelsklauseln der Internationalen Handelskammer (ICC), die im Kaufvertrag regeln, wer von Verkäufer und Käufer Transportkosten, Versicherung und Zoll trägt und ab welchem Punkt die Gefahr des Warenverlusts auf den Käufer übergeht. Sie schaffen mit dreistelligen Kürzeln wie EXW, FCA, CPT oder DAP eine weltweit einheitliche Sprache für Lieferbedingungen.
WeiterlesenIntrastat
Intrastat ist das statistische Meldeverfahren für den Warenverkehr zwischen EU-Mitgliedstaaten. Unternehmen melden ihre innergemeinschaftlichen Warenein- und -ausgänge monatlich an das nationale Statistikamt, sobald festgelegte Schwellenwerte überschritten werden.
WeiterlesenInventur
Die Inventur ist die vollständige, mengen- und wertmäßige Erfassung aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem Stichtag – im Handel vor allem des Warenbestands. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und gleicht die Buchbestände mit den tatsächlich vorhandenen Beständen ab.
WeiterleseniPaaS (Integration Platform as a Service)
iPaaS (Integration Platform as a Service) ist eine in der Cloud betriebene Plattform, die Anwendungen und Daten miteinander verbindet, ohne dass man eigene Integrationssoftware installieren und betreiben muss. Im ERP-Umfeld übernimmt sie die automatisierten Datenflüsse zwischen ERP, Shop, Marktplatz, Payment, Versand und Buchhaltung.
WeiterlesenISO 27001
ISO 27001 ist die international führende Norm für Informationssicherheit. Sie beschreibt, wie ein Unternehmen ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) aufbaut, betreibt und laufend verbessert, um Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten systematisch zu schützen – prüfbar durch eine unabhängige Zertifizierung.
WeiterlesenKanban
Kanban ist ein Verfahren zur verbrauchsgesteuerten Produktions- und Materialsteuerung nach dem Pull-Prinzip: Nachschub wird erst dann angestoßen, wenn eine nachgelagerte Stelle tatsächlich Material entnimmt. Signalisiert wird der Bedarf über Karten (japanisch „Kanban" = Karte oder Signal), die zwischen verbrauchender und liefernder Stelle zirkulieren und die Bestände auf ein festgelegtes Maß begrenzen.
WeiterlesenKapazitätsplanung
Kapazitätsplanung ist der Abgleich zwischen dem Kapazitätsbedarf eingeplanter Aufträge und dem verfügbaren Kapazitätsangebot von Maschinen, Anlagen und Personal. Ziel ist es, die Last so über Zeit und Ressourcen zu verteilen, dass Termine eingehalten werden, ohne einzelne Arbeitsplätze zu überlasten oder unnötig leer laufen zu lassen.
WeiterlesenKassenSichV und TSE
KassenSichV und TSE bezeichnen die deutsche Kassensicherungsverordnung und die von ihr geforderte Technische Sicherheitseinrichtung – ein vom BSI zertifiziertes Modul, das jede Kassenbuchung signiert und so vor nachträglicher Manipulation schützt.
WeiterlesenKennzahlensystem
Ein Kennzahlensystem ist eine geordnete, sachlogisch oder rechnerisch miteinander verknüpfte Zusammenstellung mehrerer Kennzahlen, die gemeinsam einen Sachverhalt vollständiger abbilden und steuerbar machen, als es eine einzelne Kennzahl könnte.
WeiterlesenKey User
Ein Key User ist ein fachlich erfahrener Anwender aus einer Abteilung, der bei einem ERP-Projekt sein Team vertritt, Anforderungen einbringt, das System mitgestaltet und testet und später als erste Anlaufstelle und Multiplikator für die Kollegen fungiert.
WeiterlesenKMU (kleine und mittlere Unternehmen)
KMU (kleine und mittlere Unternehmen) sind Betriebe unterhalb definierter Schwellen für Beschäftigtenzahl, Umsatz und Bilanzsumme – nach EU-Definition bis 249 Mitarbeitende und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz.
WeiterlesenKommissionierung
Kommissionierung ist das Zusammenstellen von Artikeln aus dem Lagerbestand zu einem konkreten Auftrag. Der Kommissionierer entnimmt die bestellten Positionen in der richtigen Menge von ihren Lagerplätzen und stellt sie für Verpackung und Versand bereit – gesteuert über Pickliste oder mobiles Endgerät.
WeiterlesenKonnektor
Ein Konnektor ist eine vorgefertigte, wiederverwendbare Software-Komponente, die zwei bestimmte Systeme über ihre Schnittstellen (APIs) miteinander verbindet und den Datenaustausch zwischen ihnen automatisiert. Im ERP-Kontext koppelt ein Konnektor das ERP mit Shop, Marktplatz, Payment, Versand oder Buchhaltung, ohne dass die Anbindung von Grund auf programmiert werden muss.
WeiterlesenKonsignationslager
Ein Konsignationslager ist ein Warenlager, in dem ein Lieferant Ware bereithält, die bis zur Entnahme durch den Abnehmer sein Eigentum bleibt. Erst bei der Entnahme geht die Ware über, und erst dann wird sie geliefert und abgerechnet – der Kunde zahlt also nur für tatsächlich verbrauchte Mengen.
WeiterlesenKontenrahmen (SKR03/SKR04)
Ein Kontenrahmen ist das systematische Gesamtverzeichnis aller Konten, die ein Unternehmen für seine Buchführung nutzen kann – gegliedert nach Kontenklassen und mit fester Nummernsystematik. Im deutschen Mittelstand dominieren die DATEV-Standardkontenrahmen SKR03 (nach Geschäftsgängen geordnet) und SKR04 (nach dem Aufbau von Bilanz und GuV geordnet).
WeiterlesenKostenstelle
Eine Kostenstelle ist ein abgegrenzter betrieblicher Bereich, dem Kosten verursachungsgerecht zugeordnet werden – sie beantwortet die Frage „Wo sind welche Kosten entstanden?". Sie ist damit das zentrale Ordnungsraster der Kostenstellenrechnung und macht Aufwendungen einzelnen Abteilungen, Standorten oder Funktionen zurechenbar.
WeiterlesenKostenträger
Ein Kostenträger ist die Bezugsgröße der Kostenrechnung, die entstandene Kosten „trägt" – in der Regel ein Produkt, ein Auftrag oder eine Dienstleistung. Die Kostenträgerrechnung ermittelt, wofür Kosten anfallen und was ein einzelnes Erzeugnis kostet.
WeiterlesenKPI (Key Performance Indicator)
Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine ausgewählte Leistungskennzahl, die den Erfolg eines Unternehmens, Prozesses oder Ziels messbar macht und dadurch Steuerung und Kontrolle anhand konkreter Zahlen ermöglicht.
WeiterlesenKreditor
Ein Kreditor ist ein Gläubiger des Unternehmens – meist ein Lieferant oder Dienstleister, dem gegenüber eine Verbindlichkeit besteht. In der Buchhaltung bezeichnet der Kreditor zugleich das Personenkonto, auf dem alle offenen und bezahlten Verbindlichkeiten gegenüber diesem Geschäftspartner geführt werden.
WeiterlesenKundenauftrag
Ein Kundenauftrag ist der verbindliche Auftrag eines Kunden, bestimmte Waren oder Leistungen zu vereinbarten Konditionen zu liefern. Im ERP-System steuert er den gesamten Ablauf von der Bestellannahme bis zur Rechnung.
WeiterlesenKundensegmentierung
Kundensegmentierung ist die Aufteilung des Kundenstamms in möglichst homogene Gruppen (Segmente) mit ähnlichen Merkmalen, Bedürfnissen oder Wert für das Unternehmen. Ziel ist es, Vertrieb, Marketing und Service je Segment gezielt statt gleichförmig auszurichten.
WeiterlesenKundenstamm
Der Kundenstamm ist die zentrale Sammlung aller dauerhaften Kundendaten eines Unternehmens – etwa Adressen, Kontaktpersonen sowie Zahlungs- und Lieferkonditionen. Im ERP-System bildet er die Stammdatenbasis, auf die Vertrieb, Buchhaltung und Versand bei jedem Kundenvorgang zugreifen.
WeiterlesenLagerplatz
Ein Lagerplatz ist die kleinste eindeutig identifizierbare Stellfläche innerhalb eines Lagers, auf der Artikel physisch abgelegt werden. Er wird über eine eindeutige Adresse – meist aus Gang, Regal, Ebene und Fach – bezeichnet und bildet die feinste Ebene, auf der ein System einen Bestand verorten kann.
WeiterlesenLagerumschlag
Der Lagerumschlag ist eine Logistikkennzahl, die angibt, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand innerhalb eines Zeitraums – meist eines Jahres – komplett verbraucht und wiederbeschafft wird.
WeiterlesenLagerverwaltung (WMS)
Ein Warehouse Management System (WMS) ist eine Software zur digitalen Steuerung aller Lagerprozesse – von der Einlagerung über die Kommissionierung bis zum Warenausgang – mit lagerplatzgenauer Bestandsführung in Echtzeit.
WeiterlesenLastenheft
Ein Lastenheft ist die vom Auftraggeber erstellte Dokumentation aller Anforderungen an ein System – bei ERP-Projekten beschreibt es aus Sicht des Unternehmens, was das ERP-System leisten soll, ohne technische Lösungswege vorzugeben.
WeiterlesenLead
Ein Lead ist ein noch unqualifizierter Kontakt, der durch eine erste Interaktion – etwa eine Anfrage, einen Messebesuch oder einen Newsletter-Download – Interesse an einem Produkt oder einer Leistung signalisiert hat. Der Lead ist damit der Ausgangspunkt jedes Vertriebsprozesses und die Vorstufe zur qualifizierten Verkaufschance.
WeiterlesenLean Production
Lean Production (schlanke Produktion) ist ein Produktions- und Managementkonzept, das jede Form von Verschwendung konsequent eliminiert und alle Aktivitäten am tatsächlichen Kundenbedarf ausrichtet. Ziel ist es, mit möglichst wenig Aufwand – an Beständen, Zeit, Fläche und Personal – genau den Wert zu schaffen, für den der Kunde zahlt, und den Materialfluss vom Bedarf ziehen zu lassen statt auf Vorrat zu produzieren.
WeiterlesenLegacy-System
Ein Legacy-System ist eine ältere, oft über Jahre gewachsene Software oder IT-Anwendung, die zwar noch geschäftskritische Aufgaben erfüllt, aber auf veralteter Technik beruht und sich nur schwer warten, erweitern oder ablösen lässt.
WeiterlesenLieferantenbewertung
Die Lieferantenbewertung ist die systematische, regelmäßige Beurteilung von Lieferanten anhand definierter Kriterien wie Qualität, Termintreue, Preis und Servicebereitschaft. Sie liefert eine objektive Grundlage für Lieferantenauswahl, Bestellentscheidungen und Lieferantenentwicklung und stützt sich im ERP-System auf Bewegungsdaten aus Wareneingang, Rechnungsprüfung und Reklamationen.
WeiterlesenLieferantenstamm
Der Lieferantenstamm ist die zentrale, dauerhaft gespeicherte Sammlung aller Daten zu den Lieferanten eines Unternehmens – etwa Anschrift, Ansprechpartner, Zahlungs- und Lieferkonditionen, Bankverbindung und Steuernummern. Er ist im ERP-System die verbindliche Referenz für Einkauf, Wareneingang und Kreditorenbuchhaltung.
WeiterlesenLieferavis
Ein Lieferavis ist die elektronische Voranmeldung einer Sendung: Der Lieferant kündigt dem Empfänger vor Ankunft an, welche Artikel in welcher Menge, Verpackung und Charge geliefert werden.
WeiterlesenLieferfähigkeit
Lieferfähigkeit ist die Fähigkeit eines Unternehmens, eine Kundenbestellung zum gewünschten Zeitpunkt vollständig aus dem verfügbaren Bestand oder über die Beschaffung zu bedienen. Sie misst, wie zuverlässig zugesagte Mengen und Termine tatsächlich eingehalten werden.
WeiterlesenLieferkettengesetz (LkSG)
Das Lieferkettengesetz (LkSG) verpflichtet große Unternehmen, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in ihrer Lieferkette zu ermitteln, durch Präventions- und Abhilfemaßnahmen zu adressieren und die Erfüllung dieser Sorgfaltspflichten zu dokumentieren.
WeiterlesenLieferschein
Ein Lieferschein ist ein Warenbegleitpapier, das eine Sendung dokumentiert und die tatsächlich gelieferten Artikel und Mengen auflistet. Er begleitet die Ware vom Versender zum Empfänger und dient als Nachweis der Lieferung sowie als Grundlage für Wareneingangsprüfung und Rechnung.
WeiterlesenLIFO (Last In, First Out)
LIFO (Last In, First Out) ist ein Verbrauchsfolgeverfahren, bei dem unterstellt wird, dass die zuletzt eingegangenen Artikel eines Lagers zuerst wieder abgehen. Für die Bestandsbewertung bedeutet das: Der Warenausgang wird mit den jüngsten Einstandspreisen bewertet, während der ältere, oft günstigere Bestand rechnerisch im Lager verbleibt.
WeiterlesenLizenzmodell
Ein Lizenzmodell legt fest, unter welchen Bedingungen und zu welchem Preis ein ERP-System genutzt werden darf – etwa als einmalige Kauflizenz, als monatliches Abo (SaaS), pro Nutzer, pro Modul oder nach Verbrauch. Es bestimmt Nutzungsrecht, Kostenstruktur und Vertragslaufzeit.
WeiterlesenLoad Balancing
Load Balancing ist die automatische Verteilung eingehender Anfragen auf mehrere Server, damit kein einzelner überlastet wird. Im ERP-Betrieb sorgt Load Balancing für gleichbleibende Antwortzeiten und höhere Ausfallsicherheit, weil ausgefallene Server aus der Verteilung genommen werden.
WeiterlesenLöschkonzept
Ein Löschkonzept ist eine dokumentierte, verbindliche Regelung dafür, welche personenbezogenen Daten wann und wie gelöscht werden. Es setzt die DSGVO-Grundsätze der Speicherbegrenzung und des Rechts auf Löschung systematisch um.
WeiterlesenLosgröße
Die Losgröße ist die Menge gleichartiger Teile, die in einem Fertigungs- oder Beschaffungsvorgang zusammengefasst und ohne zwischenzeitliches Umrüsten gemeinsam gefertigt oder bestellt wird. Sie bestimmt, wie oft gerüstet oder bestellt werden muss und wie viel Bestand dadurch im Lager entsteht.
WeiterlesenMahnwesen
Das Mahnwesen umfasst alle organisierten Schritte, mit denen ein Unternehmen überfällige Kundenforderungen einfordert – von der Zahlungserinnerung über gestufte Mahnungen bis zur Übergabe an das Inkasso oder ein gerichtliches Mahnverfahren.
WeiterlesenMake-or-Buy
Make-or-Buy bezeichnet die betriebswirtschaftliche Entscheidung, ob ein Unternehmen eine Leistung, ein Teil oder ein Produkt selbst herstellt (Make / Eigenfertigung) oder von außen zukauft (Buy / Fremdbezug). Grundlage sind ein Kostenvergleich sowie strategische, qualitative und Risikokriterien.
WeiterlesenMandant
Ein Mandant ist eine in sich abgeschlossene, buchhalterisch und organisatorisch eigenständige Einheit innerhalb einer ERP-Installation – meist eine rechtlich selbstständige Firma mit eigenem Datenbestand.
WeiterlesenMandantenfähigkeit
Mandantenfähigkeit ist die Fähigkeit einer Software, mehrere organisatorisch getrennte Einheiten (Mandanten) – etwa Firmen, Tochtergesellschaften oder Marken – in einer gemeinsamen Installation zu verwalten, wobei die Daten jedes Mandanten strikt voneinander getrennt bleiben.
WeiterlesenMarktplatz
Ein Marktplatz (Online-Marktplatz) ist eine digitale Handelsplattform, auf der viele Händler ihre Produkte über einen gemeinsamen, betreiberseitig bereitgestellten Verkaufskanal an dessen Kundenstamm anbieten. Der Betreiber – etwa Amazon, eBay, Otto oder Kaufland – stellt Reichweite, Bezahlung und teils Logistik bereit und erhebt dafür Provisionen und Gebühren.
WeiterlesenMaster Data Management (MDM)
Master Data Management (MDM) ist die organisatorische und technische Disziplin, mit der ein Unternehmen seine Stammdaten – etwa Artikel, Kunden und Lieferanten – systemübergreifend einheitlich, korrekt und widerspruchsfrei hält. Ziel ist ein verlässlicher, führender Datenbestand als „single source of truth".
WeiterlesenMatchcode
Ein Matchcode ist ein kurzer, sprechender Such- und Ordnungsbegriff, der einem Stammdatensatz – etwa einem Kunden, Lieferanten oder Artikel – zusätzlich zur eindeutigen Nummer zugeordnet wird. Er erlaubt im ERP-System das schnelle Auffinden von Datensätzen, ohne die exakte Nummer zu kennen.
WeiterlesenMaterialstamm
Der Materialstamm ist der zentrale, dauerhaft gespeicherte Datensatz aller Materialien eines Unternehmens – von Rohstoffen über Halbfabrikate bis zu Fertigerzeugnissen und Handelswaren. Er bündelt Einkaufs-, Lager-, Dispositions-, Vertriebs- und Buchhaltungsdaten je Material und dient als verbindliche Referenz für alle Prozesse im ERP-System.
WeiterlesenMeldebestand
Der Meldebestand ist die Bestandsschwelle, bei deren Unterschreitung eine Nachbestellung ausgelöst wird. Er ist so bemessen, dass der verbleibende Bestand den Verbrauch während der Wiederbeschaffungszeit deckt, ohne dass es zu Fehlmengen kommt.
WeiterlesenMengeneinheit
Eine Mengeneinheit ist die im Artikelstamm hinterlegte Einheit, in der ein Artikel gezählt, gelagert, ein- und verkauft wird – etwa Stück, Karton, Kilogramm oder Liter. Sie legt fest, worauf sich Bestände, Preise und Mengen auf jedem Beleg beziehen.
WeiterlesenMES (Manufacturing Execution System)
Ein MES (Manufacturing Execution System) ist ein Fertigungsleitsystem, das die Produktion in Echtzeit auf dem Shopfloor steuert, überwacht und dokumentiert. Es schließt die Lücke zwischen der auftragsbezogenen Planung im ERP und den Maschinen und Arbeitsplätzen in der Werkstatt.
WeiterlesenMessage Queue
Eine Message Queue ist eine Warteschlange, in der Nachrichten zwischen Systemen zwischengespeichert werden, bis der Empfänger sie verarbeiten kann. Sie entkoppelt Sender und Empfänger, puffert Lastspitzen ab und sorgt dafür, dass keine Nachricht verloren geht – im ERP-Umfeld etwa Bestellungen, Bestandsänderungen oder Belege zwischen Shop, ERP und Versand.
WeiterlesenMiddleware
Middleware ist eine Vermittlungssoftware, die zwischen mehreren Anwendungen sitzt und deren Datenaustausch steuert. Im ERP-Kontext verbindet sie das ERP-System mit Shop, Marktplatz, Versand und Buchhaltung, übersetzt Datenformate und orchestriert die Abläufe zwischen den Systemen.
WeiterlesenMigrationsstrategie
Die Migrationsstrategie legt fest, wie ein Unternehmen vom Alt- auf ein neues System – meist ein ERP – umsteigt: nach welchem Vorgehen, in welcher Reihenfolge und mit welchem Risikoprofil. Sie beantwortet die Grundsatzfrage „Big Bang, schrittweise oder Parallelbetrieb?" und rahmt den gesamten Cut-over.
WeiterlesenMindestbestand
Der Mindestbestand ist die festgelegte Untergrenze eines Artikelbestands, die im Lager nicht unterschritten werden soll. Sinkt der Bestand darauf ab, löst das ERP-System einen Nachbestellhinweis aus, um Lieferfähigkeit und Produktion abzusichern.
WeiterlesenMindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch und Nährwert mindestens behält. Im ERP-System wird es je Charge geführt und steuert First-Expired-First-Out und Sperrungen.
WeiterlesenMittelstand
Der Mittelstand bezeichnet kleine und mittlere Unternehmen, die typischerweise inhaber- oder familiengeführt sind und wirtschaftliche Selbstständigkeit mit persönlicher Verantwortung des Eigentümers verbinden. Neben quantitativen Größenkriterien (Beschäftigte, Umsatz) prägt vor allem die Einheit von Eigentum und Leitung den Mittelstand.
WeiterlesenModul (ERP-Modul)
Ein Modul (ERP-Modul) ist ein funktional abgegrenzter Baustein eines ERP-Systems, der einen bestimmten Unternehmensbereich abdeckt – etwa Einkauf, Lager, Verkauf oder Finanzbuchhaltung. Mehrere Module greifen auf eine gemeinsame Datenbasis zu und ergeben zusammen das Gesamtsystem.
WeiterlesenMRP (Material Requirements Planning)
MRP (Material Requirements Planning) ist die bedarfsgesteuerte Materialbedarfsplanung: Aus dem Produktionsprogramm und den Stücklisten berechnet MRP zeitgenau, welche Komponenten und Rohstoffe in welcher Menge und zu welchem Termin beschafft oder gefertigt werden müssen.
WeiterlesenMRP II (Manufacturing Resource Planning)
MRP II (Manufacturing Resource Planning) ist eine Methode der Fertigungsplanung, die die reine Materialbedarfsplanung (MRP) um Kapazitäts-, Personal-, Termin- und Finanzplanung erweitert und alle Ressourcen eines Produktionsbetriebs in einem geschlossenen Regelkreis abstimmt. Sie verbindet Absatz-, Produktions- und Beschaffungsplanung mit der betriebswirtschaftlichen Bewertung und gilt als konzeptioneller Vorläufer des heutigen ERP-Systems.
WeiterlesenMRR und ARR
MRR und ARR bezeichnen den monatlich (Monthly Recurring Revenue) bzw. jährlich (Annual Recurring Revenue) wiederkehrenden Umsatz eines Abo- oder Subscription-Geschäfts – also den planbaren Erlös aus laufenden Verträgen ohne Einmalzahlungen.
WeiterlesenMulti-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ist ein Anmeldeverfahren, das die Identität eines Nutzers über mindestens zwei unabhängige Faktoren aus verschiedenen Kategorien (Wissen, Besitz, Inhärenz) prüft.
WeiterlesenMulti-Warehouse
Multi-Warehouse bezeichnet die Fähigkeit eines ERP- oder Warenwirtschaftssystems, Bestände über mehrere physische oder logische Lager hinweg getrennt zu führen, standortübergreifend zu disponieren und Aufträge automatisch dem passenden Lager zuzuweisen.
WeiterlesenMultichannel
Multichannel (Mehrkanalvertrieb) bezeichnet den parallelen Verkauf über mehrere, weitgehend getrennt gesteuerte Absatzkanäle – etwa den eigenen Onlineshop, Marktplätze, das Ladengeschäft und den Telefonverkauf. Ziel ist es, Kunden dort zu erreichen, wo sie einkaufen, wobei jeder Kanal eigene Prozesse, Bestände und teils eigene Preise haben kann.
WeiterlesenNachschubsteuerung
Nachschubsteuerung ist der Prozess, der Lagerbestände automatisiert auffüllt, bevor sie unter eine kritische Grenze fallen – sie entscheidet, wann und in welcher Menge nachbestellt oder nachproduziert wird.
WeiterlesenNamed User vs. Concurrent User
Named User vs. Concurrent User bezeichnet zwei Lizenzmodelle für ERP-Software: Beim Named User zahlt man je namentlich benanntem Anwender, beim Concurrent User je gleichzeitig aktivem Login unabhängig von der Zahl der Personen.
WeiterlesenNebenbuch
Ein Nebenbuch ist eine detaillierte Teilbuchhaltung, die ein Sammelkonto des Hauptbuchs in Einzelkonten aufschlüsselt. Statt nur den Gesamtsaldo „Forderungen" oder „Verbindlichkeiten" zu führen, zeigt das Nebenbuch, welcher Kunde oder Lieferant welchen Betrag schuldet. Die wichtigsten Nebenbücher sind Debitoren-, Kreditoren- und Anlagenbuchhaltung.
WeiterlesenNiederstwertprinzip
Das Niederstwertprinzip ist ein handelsrechtlicher Bewertungsgrundsatz, der Vermögensgegenstände zwingend mit dem niedrigeren von zwei Werten ansetzt: den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Markt- bzw. beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Es konkretisiert das Vorsichtsprinzip und verhindert, dass Vermögen und Gewinn zu hoch ausgewiesen werden.
WeiterlesenNummernkreis
Ein Nummernkreis ist eine im ERP-System hinterlegte Regel, die Belegen und Datensätzen wie Rechnungen, Aufträgen oder Artikeln automatisch eine eindeutige, fortlaufende Nummer zuweist.
WeiterlesenOAuth 2.0
OAuth 2.0 ist ein offener Standard für Autorisierung, mit dem eine Anwendung im Namen eines Nutzers begrenzten Zugriff auf dessen Daten in einem anderen System erhält – ohne dass das Passwort weitergegeben wird. Statt Zugangsdaten preiszugeben, erteilt der Nutzer eine widerrufbare Freigabe, und die Anwendung erhält ein zeitlich begrenztes Zugriffstoken.
WeiterlesenOEE (Overall Equipment Effectiveness)
Die OEE (Overall Equipment Effectiveness), auf Deutsch Gesamtanlageneffektivität, ist eine Kennzahl, die misst, wie produktiv eine Maschine oder Anlage im Verhältnis zu ihrem theoretischen Maximum tatsächlich läuft. Sie fasst dazu die drei Faktoren Verfügbarkeit, Leistung und Qualität zu einem Prozentwert zusammen.
WeiterlesenOffene-Posten-Verwaltung
Die Offene-Posten-Verwaltung ist die Buchführungsmethode, die alle noch nicht ausgeglichenen Forderungen und Verbindlichkeiten je Geschäftspartner einzeln als „offene Posten" führt. Ein Posten bleibt offen, bis Rechnung und Zahlung einander zugeordnet und ausgeglichen sind.
WeiterlesenOLAP (Online Analytical Processing)
OLAP (Online Analytical Processing) ist eine Technik der Datenanalyse, die Kennzahlen in einem mehrdimensionalen Datenmodell – dem OLAP-Würfel – so organisiert, dass sie sich sehr schnell entlang von Dimensionen wie Zeit, Region, Artikel oder Kunde auswerten, filtern und aggregieren lassen.
WeiterlesenOmnichannel
Omnichannel bezeichnet eine Handelsstrategie, bei der alle Verkaufs- und Kontaktkanäle eines Unternehmens vollständig integriert sind und sich eine gemeinsame Daten-, Bestands- und Kundenbasis teilen. Der Kunde erlebt dadurch ein nahtloses Einkaufserlebnis und kann jederzeit zwischen Onlineshop, Marktplatz, App und Ladengeschäft wechseln, ohne dass Informationen verloren gehen.
WeiterlesenOn-Premise-ERP
Ein On-Premise-ERP ist eine ERP-Software, die ein Unternehmen auf eigener Infrastruktur – also auf eigenen oder angemieteten Servern im Haus oder im eigenen Rechenzentrum – installiert und selbst betreibt, mit voller Kontrolle über Daten, Anpassungen und Updates.
WeiterlesenOnboarding
Onboarding bezeichnet den strukturierten Prozess, mit dem neue Nutzer, Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten in ein System, ein Unternehmen oder eine Geschäftsbeziehung eingeführt und möglichst schnell produktiv gemacht werden.
WeiterlesenOpen-Source-ERP
Ein Open-Source-ERP ist ein ERP-System, dessen Quellcode offen verfügbar ist und unter einer freien Lizenz genutzt, angepasst und weitergegeben werden darf – ohne klassische, nutzerbasierte Lizenzgebühr an einen einzelnen Hersteller.
WeiterlesenOpportunity
Eine Opportunity (Verkaufschance) ist ein qualifizierter Vertriebsvorgang, bei dem ein konkreter Bedarf, ein Ansprechpartner und ein realistisches Abschlusspotenzial erkannt sind. Sie ist die Stufe zwischen dem noch unbewerteten Lead und dem gewonnenen Auftrag und wird mit Wert, Wahrscheinlichkeit und erwartetem Abschlussdatum in der Sales-Pipeline geführt.
WeiterlesenOrder-to-Cash
Order-to-Cash (O2C) bezeichnet den gesamten kaufmännischen Geschäftsprozess vom Eingang eines Kundenauftrags bis zum Zahlungseingang. Er umfasst Auftragserfassung, Verfügbarkeitsprüfung, Lieferung, Rechnungsstellung sowie das Forderungs- und Mahnwesen und bildet die vertriebsseitige Wertschöpfung eines Unternehmens ab.
WeiterlesenParallelbetrieb
Parallelbetrieb bezeichnet die Phase einer ERP-Einführung, in der Alt- und Neusystem eine begrenzte Zeit gleichzeitig produktiv laufen. Geschäftsvorfälle werden in beiden Systemen erfasst, um Ergebnisse abzugleichen und das neue ERP abzusichern, bevor das Altsystem abgeschaltet wird.
WeiterlesenParametrisierung
Parametrisierung bezeichnet das Anpassen eines ERP-Systems an die eigenen Geschäftsprozesse ausschließlich über vorgesehene Einstellungen und Parameter – ohne Änderung des Programmcodes. Der Standard bleibt erhalten, verhält sich aber gemäß den gewählten Werten wie Nummernkreise, Buchungsregeln oder Belegabläufe.
WeiterlesenPatch-Management
Patch-Management ist der gesteuerte Prozess, mit dem Software-Korrekturen (Patches) für ein System systematisch erfasst, bewertet, getestet und eingespielt werden. Im ERP-Umfeld hält Patch-Management die Anwendung sicher, stabil und aktuell, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.
WeiterlesenPenetrationstest
Ein Penetrationstest ist ein geplanter, autorisierter Angriff auf ein IT-System, um dessen Schwachstellen aufzudecken, bevor echte Angreifer sie ausnutzen. Fachleute prüfen dabei kontrolliert, ob und wie weit sie in Netzwerk, Anwendung oder – etwa beim ERP-System – in geschäftskritische Daten eindringen können.
WeiterlesenPeppol
Peppol ist ein internationales Netzwerk mit einheitlichen Standards, über das Unternehmen und Behörden E-Rechnungen und andere Beschaffungsbelege sicher und automatisiert austauschen, ohne für jeden Partner eine eigene Schnittstelle bauen zu müssen.
WeiterlesenPeriodenabgrenzung
Die Periodenabgrenzung ordnet Aufwendungen und Erträge dem Geschäftsjahr zu, in dem sie wirtschaftlich verursacht werden, unabhängig davon, wann die Zahlung tatsächlich fließt. So zeigt der Jahresabschluss einen periodengerechten Erfolg.
WeiterlesenPermanente Inventur
Die permanente Inventur ist ein Inventurverfahren, bei dem der Lagerbestand nicht an einem einzigen Stichtag, sondern fortlaufend über das Geschäftsjahr verteilt körperlich erfasst und mit dem Buchbestand abgeglichen wird. Jeder Artikel wird mindestens einmal pro Jahr gezählt.
WeiterlesenPflichtenheft
Das Pflichtenheft ist das vom Auftragnehmer erstellte Dokument, das beschreibt, wie und womit die im Lastenheft geforderten Anforderungen konkret umgesetzt werden – verbindliche Antwort auf das Lastenheft und Vertragsgrundlage eines ERP-Projekts.
WeiterlesenPick & Pack
Pick & Pack bezeichnet den zweistufigen Fulfillment-Prozess im Lager: Zuerst werden die Artikel eines Kundenauftrags aus den Lagerplätzen entnommen (Pick/Kommissionieren), anschließend versandfertig verpackt (Pack). Beide Schritte bilden das Herzstück der Auftragsabwicklung im Versandhandel.
WeiterlesenPick-by-Light
Pick-by-Light ist ein beleglos-geführtes Kommissionierverfahren, bei dem Leuchtanzeigen am Regalfach dem Kommissionierer signalisieren, an welchem Lagerplatz wie viele Einheiten zu entnehmen sind. Die Entnahme wird per Tastendruck quittiert und sofort an das System zurückgemeldet.
WeiterlesenPick-by-Voice
Pick-by-Voice ist ein sprachgeführtes Kommissionierverfahren: Lagermitarbeiter erhalten ihre Pick-Aufträge über ein Headset als Sprachansage und bestätigen jede Entnahme per Sprachbefehl – die Hände bleiben frei.
WeiterlesenPIM (Product Information Management)
PIM (Product Information Management) ist die zentrale Verwaltung aller Produktinformationen eines Unternehmens – Beschreibungen, Attribute, Bilder, Preise und kanalspezifische Angaben – in einem System. Von dort werden die Daten strukturiert an Shops, Marktplätze, Kataloge und das ERP-System ausgeleitet.
WeiterlesenPPS (Produktionsplanung und -steuerung)
PPS (Produktionsplanung und -steuerung) ist die planerische und operative Steuerung der Fertigung: Sie legt fest, welches Produkt in welcher Menge mit welchen Materialien, Maschinen und Terminen hergestellt wird. Ziel ist es, Aufträge termingerecht und wirtschaftlich zu fertigen und dabei Material, Kapazität und Bestände optimal auszunutzen.
WeiterlesenPredictive Analytics
Predictive Analytics bezeichnet Analyseverfahren, die aus historischen Daten mithilfe von Statistik und Machine Learning Prognosen über künftige Ereignisse ableiten – etwa erwarteten Absatz, Nachfrage, Lieferverzug oder Kundenabwanderung.
WeiterlesenPreisliste
Eine Preisliste ist eine strukturierte Sammlung von Preisen für Artikel oder Leistungen, die für eine bestimmte Kundengruppe, Währung, Mengeneinheit und einen festgelegten Gültigkeitszeitraum gilt. Sie bildet die Grundlage, aus der ein ERP-System bei Angebot und Auftrag automatisch den richtigen Verkaufspreis ermittelt.
WeiterlesenPrimärbedarf
Der Primärbedarf ist der Bedarf an verkaufsfähigen Erzeugnissen – also Endprodukten, Handelswaren und verkäuflichen Ersatzteilen – für einen bestimmten Planungszeitraum. Er ergibt sich aus Kundenaufträgen und Absatzprognosen und bildet den Ausgangspunkt der gesamten Bedarfs- und Materialplanung.
WeiterlesenProduktfeed
Ein Produktfeed ist eine strukturierte Datei, die alle verkaufsrelevanten Produktdaten – Titel, Beschreibung, Preis, Bild, Verfügbarkeit und Kennzeichen wie GTIN – in einem maschinenlesbaren Format bündelt. Über ihn werden Sortimente automatisiert an Shops, Marktplätze, Preisportale und Werbekanäle wie Google Shopping ausgeliefert.
WeiterlesenProduktkatalog
Ein Produktkatalog ist das strukturierte, gepflegte Verzeichnis aller Artikel, die ein Unternehmen anbietet – mit Bezeichnungen, Beschreibungen, Bildern, Preisen, Kategorien und Merkmalen. Er bündelt Sortimentsdaten so, dass sie in Shops, auf Marktplätzen und in Vertriebskanälen einheitlich ausgegeben werden können.
WeiterlesenProduktvariante
Eine Produktvariante ist eine konkrete, verkaufsfähige Ausprägung eines Basisartikels, die sich nur in bestimmten Merkmalen wie Größe, Farbe oder Material von anderen Varianten desselben Produkts unterscheidet. Jede Variante besitzt eine eigene Artikelnummer, einen eigenen Bestand und häufig einen eigenen Preis.
WeiterlesenProjektmethodik (Agil vs. Wasserfall)
Die Projektmethodik (Agil vs. Wasserfall) bezeichnet das grundlegende Vorgehensmodell einer ERP-Einführung: Das Wasserfallmodell arbeitet Phasen wie Analyse, Konzeption, Umsetzung und Einführung streng nacheinander ab, während agile Methoden das Projekt in kurzen, iterativen Zyklen mit laufender Anpassung und früher Nutzerbeteiligung umsetzen.
WeiterlesenProvisionsabrechnung
Die Provisionsabrechnung ist die systematische Ermittlung und Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung, die Vertriebsmitarbeiter, Handelsvertreter oder Partner für vermittelte oder abgeschlossene Umsätze erhalten. Sie ordnet jedem provisionsrelevanten Geschäftsvorfall eine Provision zu und fasst diese periodisch pro Empfänger zusammen.
WeiterlesenProzesskostenrechnung
Die Prozesskostenrechnung ist ein Verfahren des Kostenmanagements, das Gemeinkosten nicht pauschal über Zuschläge verteilt, sondern verursachungsgerecht den einzelnen Geschäftsprozessen und deren Mengentreibern zuordnet.
WeiterlesenRabattstaffel
Eine Rabattstaffel ist eine mengenabhängige Preisregel, die den Rabatt oder Stückpreis eines Artikels in mehreren Stufen an die bestellte Menge koppelt: Je größer die Abnahmemenge, desto höher der Nachlass. Sie steuert Konditionen automatisiert im Vertrieb.
WeiterlesenRahmenvertrag
Ein Rahmenvertrag ist eine übergeordnete Liefer- oder Bezugsvereinbarung, in der ein Unternehmen und ein Lieferant für einen festgelegten Zeitraum die grundlegenden Konditionen – Preise, Mengen, Liefer- und Zahlungsbedingungen – festlegen, ohne dass daraus schon eine konkrete Bestellung entsteht. Die eigentliche Beschaffung erfolgt später über einzelne Abrufe.
WeiterlesenRechenzentrum
Ein Rechenzentrum ist ein baulich gesichertes Gebäude, das Server, Speicher und Netzwerktechnik unter kontrollierten Bedingungen betreibt, um IT-Anwendungen dauerhaft verfügbar zu halten. Für ein ERP-System ist das Rechenzentrum der physische Ort, an dem Datenbank, Belege und Anwendungslogik laufen – ob beim Cloud-Anbieter oder im eigenen Haus.
WeiterlesenRechnungsprüfung
Rechnungsprüfung ist die systematische Kontrolle eingehender Lieferantenrechnungen auf sachliche, rechnerische und formale Richtigkeit, bevor sie zur Zahlung freigegeben und gebucht werden.
WeiterlesenReklamationsmanagement
Reklamationsmanagement ist der strukturierte Umgang eines Unternehmens mit Kundenbeschwerden über mangelhafte, fehlerhafte oder unvollständige Leistungen. Es umfasst die Erfassung, Bearbeitung und Lösung einzelner Reklamationen ebenso wie die systematische Auswertung, um Fehlerursachen zu erkennen und künftig zu vermeiden.
WeiterlesenRelease- und Update-Zyklus
Der Release- und Update-Zyklus beschreibt, in welchem Rhythmus und in welcher Form ein Software-Anbieter neue Versionen, Funktionen, Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates ausliefert. Im ERP-Kontext bestimmt er, wie häufig ein Unternehmen neue Funktionen erhält, wie lange eine Version gepflegt wird und wie viel Aufwand das Einspielen von Updates verursacht.
WeiterlesenReporting
Reporting (Berichtswesen) bezeichnet das systematische Aufbereiten, Verdichten und Bereitstellen von Unternehmensdaten in Form strukturierter Berichte und Kennzahlen, damit Verantwortliche fundierte Entscheidungen treffen und die Zielerreichung überwachen können.
WeiterlesenREST API
Eine REST API ist eine Programmierschnittstelle, die über das Web-Protokoll HTTP Daten austauscht: Jede Ressource wie Artikel, Auftrag oder Kunde hat eine eigene Adresse (URL) und wird mit Standardbefehlen gelesen oder verändert. Im ERP verbindet die REST API das System mit Shop, Marktplatz, Payment und Versand.
WeiterlesenRetoure
Eine Retoure ist die Rücksendung bereits gelieferter Ware vom Kunden an den Verkäufer – etwa wegen Nichtgefallen, Falschlieferung oder eines Defekts. Sie löst einen eigenen Prozess aus: Annahme und Prüfung der zurückkommenden Ware sowie die anschließende Gutschrift, Erstattung oder den Umtausch.
WeiterlesenRetourenmanagement
Retourenmanagement ist die systematische Steuerung aller Warenrücksendungen von der Retourenanmeldung über Annahme, Prüfung und Erstattung bis zur Wiedereinlagerung oder Aussteuerung. Ziel ist es, zurückgeschickte Ware schnell, kostenkontrolliert und buchhalterisch sauber wieder in den Waren- und Wertfluss zu überführen.
WeiterlesenReturn-to-Sender (RTS)
Return-to-Sender (RTS) bezeichnet eine Sendung, die dem Empfänger nicht zugestellt werden konnte und deshalb vom Versanddienstleister an den Absender zurückgeschickt wird – etwa wegen falscher Adresse, nicht angetroffenem Empfänger, verweigerter Annahme oder abgelaufener Lagerfrist. Anders als bei einer klassischen Kundenretoure geht die Rücksendung nicht vom Käufer aus, sondern entsteht ungewollt im Zustellprozess.
WeiterlesenReverse-Charge-Verfahren
Das Reverse-Charge-Verfahren ist die Umkehr der Steuerschuldnerschaft: Nicht der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempfänger schuldet und meldet die Umsatzsteuer. Der Rechnungsaussteller weist keine Steuer aus, der Empfänger berechnet sie selbst und zieht sie – bei Vorsteuerabzugsberechtigung – im selben Schritt wieder ab.
WeiterlesenRevisionssicherheit
Revisionssicherheit bezeichnet die unveränderbare, vollständige und nachvollziehbare Aufbewahrung steuer- und aufbewahrungspflichtiger Daten: Einmal erfasste Belege und Buchungen dürfen nachträglich nicht mehr spurlos geändert, gelöscht oder überschrieben werden.
WeiterlesenRKSV (Registrierkassensicherheitsverordnung)
Die RKSV (Registrierkassensicherheitsverordnung) ist die österreichische Verordnung, die Registrierkassen technisch gegen nachträgliche Manipulation absichert – jeder Barumsatz wird kryptografisch signiert, verkettet und im Datenerfassungsprotokoll unveränderbar festgehalten.
WeiterlesenROI (Return on Investment)
ROI (Return on Investment) ist eine Rentabilitätskennzahl, die den Gewinn oder Nutzen einer Investition ins Verhältnis zu ihren Kosten setzt. Der ROI zeigt in Prozent, wie viel eine eingesetzte Summe – etwa für ein ERP-System – zurückbringt, und macht Investitionen so vergleichbar.
WeiterlesenRollen- und Rechtekonzept
Ein Rollen- und Rechtekonzept legt fest, welche Benutzer im ERP welche Daten und Funktionen sehen, anlegen, ändern oder löschen dürfen. Statt jedem Nutzer einzeln Rechte zuzuweisen, werden Berechtigungen an Rollen gebunden, die Mitarbeiter je nach Aufgabe erhalten.
WeiterlesenRPO und RTO
RPO und RTO sind die beiden Kennzahlen der Notfall- und Wiederherstellungsplanung. Der RPO (Recovery Point Objective) legt fest, wie viel Datenverlust ein Unternehmen maximal verkraften kann, der RTO (Recovery Time Objective), wie lange ein System wie das ERP nach einem Ausfall höchstens stillstehen darf, bis es wieder produktiv läuft.
WeiterlesenRückstellung
Eine Rückstellung ist ein Passivposten der Bilanz für eine dem Grunde nach wahrscheinliche, aber in Höhe oder Fälligkeit noch ungewisse Verpflichtung gegenüber Dritten. Sie belastet den Aufwand im Verursachungsjahr, obwohl der Zahlungsabfluss erst später erfolgt.
WeiterlesenRüstzeit
Die Rüstzeit ist die Zeit, die benötigt wird, um einen Arbeitsplatz oder eine Maschine von einem Auftrag auf den nächsten umzustellen, bevor die produktive Bearbeitung beginnt. Sie fällt einmal je Los an – unabhängig von der Stückzahl – und umfasst etwa Werkzeugwechsel, Einrichten, Einstellen und das erste Prüfen der Maschine.
WeiterlesenSaaS (Software as a Service)
SaaS (Software as a Service) ist ein Bereitstellungsmodell, bei dem Software als Abonnement über die Cloud genutzt wird: Der Anbieter betreibt, wartet und aktualisiert sie zentral, Nutzer greifen per Browser darauf zu.
WeiterlesenSachkonto
Ein Sachkonto ist ein Konto im Hauptbuch der Finanzbuchhaltung, auf dem gleichartige Geschäftsvorfälle wertmäßig gesammelt werden – etwa Umsatzerlöse, Wareneinkauf, Löhne oder das Bankguthaben. Jedes Sachkonto trägt eine eindeutige Nummer aus dem Kontenrahmen und liefert mit seinem Saldo die Bausteine für Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
WeiterlesenSales Pipeline
Eine Sales Pipeline ist die visuelle Abbildung aller aktuellen Verkaufschancen eines Unternehmens entlang fest definierter Vertriebsphasen – von der ersten Qualifizierung bis zum Abschluss. Sie zeigt auf einen Blick, wie viele Opportunities in welcher Phase stehen und welcher Umsatz daraus zu erwarten ist.
WeiterlesenSammelrechnung
Eine Sammelrechnung fasst mehrere einzelne Lieferungen oder Leistungen eines Zeitraums an denselben Kunden zu einer einzigen Rechnung zusammen. Statt für jeden Lieferschein separat abzurechnen, bündelt der Verkäufer alle offenen Posten – etwa alle Lieferungen eines Monats – in einem Beleg mit einer Rechnungsnummer und einem Zahlungsbetrag.
WeiterlesenSchnittstelle
Eine Schnittstelle ist die definierte Verbindungsstelle, über die zwei Systeme Daten und Funktionen austauschen. Im ERP-Umfeld sorgt sie dafür, dass Informationen zwischen Warenwirtschaft, Shop, Marktplatz, Versand und Buchhaltung automatisch fließen, statt manuell übertragen zu werden.
WeiterlesenScope Creep
Scope Creep bezeichnet das schleichende, unkontrollierte Ausweiten des Projektumfangs: Während eines Projekts kommen nach und nach neue Anforderungen, Funktionen oder Wünsche hinzu, ohne dass Termine, Budget und Ressourcen entsprechend angepasst werden – bei ERP-Projekten eine der häufigsten Ursachen für Kostenüberschreitung, Verzögerung und Frust.
WeiterlesenSekundärbedarf
Sekundärbedarf ist der Bedarf an Rohstoffen, Einzelteilen und Baugruppen, der rechnerisch aus dem Primärbedarf an verkaufsfertigen Erzeugnissen abgeleitet wird. Das ERP- oder PPS-System ermittelt ihn durch Auflösung der Stückliste – also aus der Frage, welche Komponenten in welcher Menge nötig sind, um die geplanten Endprodukte zu fertigen.
WeiterlesenSelf-Service BI
Self-Service BI bezeichnet einen Ansatz, bei dem Fachanwender ohne IT- oder Programmierkenntnisse eigene Berichte, Analysen und Dashboards erstellen – per grafischem Werkzeug auf einem zentral bereitgestellten, geprüften Datenbestand.
WeiterlesenSendungsverfolgung (Tracking)
Die Sendungsverfolgung (Tracking) ist die lückenlose Nachverfolgung einer Sendung von der Übergabe an den Versanddienstleister bis zur Zustellung. Über eine eindeutige Sendungsnummer werden alle Stationen des Transports erfasst und für Versender wie Empfänger in Echtzeit sichtbar gemacht.
WeiterlesenSEPA-Lastschrift
Die SEPA-Lastschrift ist ein standardisiertes Zahlverfahren im einheitlichen europäischen Zahlungsraum (SEPA), bei dem der Zahlungsempfänger einen fälligen Betrag auf Grundlage eines vom Zahlungspflichtigen erteilten Mandats direkt von dessen Konto einzieht.
WeiterlesenSeriennummernverwaltung
Die Seriennummernverwaltung ist die lückenlose Erfassung und Verfolgung einzelner Warenexemplare über eine eindeutige Seriennummer. Jedes physische Stück wird individuell identifizierbar, sodass sich sein Weg vom Wareneingang über Verkauf bis zu Reklamation und Reparatur jederzeit nachvollziehen lässt.
WeiterlesenServiceauftrag
Ein Serviceauftrag ist der Beleg, mit dem ein Unternehmen die Ausführung einer Dienstleistung – etwa Wartung, Reparatur, Installation oder Support – plant, durchführt und abrechnet. Er bündelt Kunde, zu betreuendes Objekt, Einsatztermine, verbrauchtes Material und geleistete Arbeitszeiten zu einem nachvollziehbaren Vorgang.
WeiterlesenShopsystem
Ein Shopsystem ist die Software, mit der ein Unternehmen einen Onlineshop betreibt: Sie präsentiert Produkte, führt Kunden durch den Bestellprozess und wickelt Bezahlung und Auftragsannahme ab. Das Shopsystem bildet die Verkaufsoberfläche, während Bestände, Preise und Aufträge meist aus einem angebundenen ERP-System stammen.
WeiterlesenSicherheitsbestand
Der Sicherheitsbestand ist ein Puffer an Ware, der bewusst über dem erwarteten Verbrauch vorgehalten wird, um Schwankungen in Nachfrage und Lieferzeit abzufangen. Er sichert die Lieferfähigkeit, wenn mehr verkauft wird als geplant oder eine Nachlieferung sich verzögert.
WeiterlesenSingle Sign-On (SSO)
Single Sign-On (SSO) ist ein Anmeldeverfahren, mit dem sich ein Nutzer einmal zentral authentifiziert und danach ohne erneute Passworteingabe auf mehrere Anwendungen zugreift. Im ERP-Umfeld bedeutet das: eine Identität für ERP, Shop, Buchhaltung und weitere Systeme statt vieler getrennter Logins.
WeiterlesenSkalierbarkeit
Skalierbarkeit ist die Fähigkeit eines ERP-Systems, bei wachsender Last – mehr Belegen, Nutzern, Artikeln oder Transaktionen – ohne Leistungseinbruch oder Systemwechsel mitzuwachsen, indem Ressourcen und Funktionen erweitert werden.
WeiterlesenSkonto
Skonto ist ein Preisnachlass, den der Verkäufer dem Käufer für die Zahlung einer Rechnung innerhalb einer verkürzten Frist gewährt. Der Kunde darf einen festen Prozentsatz vom Rechnungsbetrag abziehen, wenn er statt innerhalb des vollen Zahlungsziels bereits innerhalb der kürzeren Skontofrist bezahlt.
WeiterlesenSKU (Stock Keeping Unit)
Eine SKU (Stock Keeping Unit) ist eine eindeutige, unternehmensintern vergebene Kennung für eine konkret lager- und verkaufsfähige Artikelvariante. Sie identifiziert jede Bestandseinheit exakt und bildet die Grundlage für Bestandsführung, Kommissionierung und kanalübergreifenden Verkauf.
WeiterlesenSOAP
SOAP (Simple Object Access Protocol) ist ein standardisiertes Protokoll, über das Software-Systeme strukturierte Daten in Form von XML-Nachrichten austauschen. Im ERP-Umfeld dient SOAP als Schnittstelle, über die ein ERP-System streng definierte Anfragen und Antworten mit Drittsystemen wie Buchhaltung, Logistik oder älteren Unternehmensanwendungen abwickelt.
WeiterlesenSoll und Haben
Soll und Haben sind die beiden Seiten eines Kontos in der doppelten Buchführung: „Soll" bezeichnet die linke, „Haben" die rechte Kontoseite. Jeder Geschäftsvorfall wird auf mindestens zwei Konten gebucht, wobei die Summe im Soll stets der Summe im Haben entspricht.
WeiterlesenSourcing-Strategie (Single/Dual/Global)
Eine Sourcing-Strategie (Single/Dual/Global) legt fest, über wie viele und über welche Lieferanten ein Unternehmen eine Warengruppe bezieht: Single Sourcing bündelt den Bedarf auf eine Quelle, Dual Sourcing verteilt ihn auf zwei, Global Sourcing öffnet die Beschaffung für weltweite Bezugsquellen.
WeiterlesenSperrbestand
Der Sperrbestand ist die Menge eines Artikels, die zwar physisch im Lager liegt, aber vorübergehend nicht verkauft, versendet oder verbraucht werden darf. Die Ware ist buchhalterisch erfasst, aber vom verfügbaren Bestand ausgenommen – etwa während einer Qualitätsprüfung oder nach einer Reklamation.
WeiterlesenStammdaten
Stammdaten sind die zentralen, langfristig gültigen Grunddaten eines Unternehmens – etwa Artikel, Kunden, Lieferanten und Konten. Sie beschreiben die dauerhaften Objekte eines Betriebs und bilden im ERP-System die Basis, auf der sämtliche Geschäftsprozesse aufsetzen.
WeiterlesenStandardsoftware vs. Individualsoftware
Standardsoftware vs. Individualsoftware bezeichnet die Grundsatzentscheidung zwischen fertig entwickelter Software „von der Stange“, die viele Unternehmen gemeinsam nutzen, und einer maßgeschneiderten Eigenentwicklung für einen einzigen Betrieb. Standardsoftware ist günstiger, schneller verfügbar und laufend gepflegt; Individualsoftware passt exakt auf eigene Prozesse, kostet aber mehr und muss selbst gewartet werden.
WeiterlesenStichprobeninventur
Die Stichprobeninventur ist ein handelsrechtlich zulässiges Inventurverfahren, bei dem nicht der gesamte Lagerbestand gezählt, sondern nur eine mathematisch-statistisch bestimmte Stichprobe körperlich erfasst wird. Aus dieser Stichprobe wird der Gesamtbestand nach Menge und Wert hochgerechnet.
WeiterlesenStreckengeschäft (Dropshipping)
Streckengeschäft (Dropshipping) ist ein Handelsmodell, bei dem der Händler die Ware verkauft, sie aber nicht selbst lagert: Der Lieferant oder Hersteller versendet sie im Auftrag des Händlers direkt an den Endkunden. Der Händler tritt nur als Vertrags- und Rechnungspartner auf, ohne die Ware physisch anzufassen.
WeiterlesenStückliste (BOM)
Eine Stückliste (BOM, Bill of Materials) ist das strukturierte Verzeichnis aller Komponenten – Baugruppen, Einzelteile und Rohstoffe – mit Mengen, die zur Fertigung oder Montage eines Erzeugnisses benötigt werden. Als Stammdatum verknüpft sie ein Produkt mit seinen Bestandteilen und ist die Grundlage für Materialbedarfsplanung, Kalkulation und Fertigungssteuerung im ERP-System.
WeiterlesenSubscription (Abo-Modell)
Subscription (Abo-Modell) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden für ein Produkt oder eine Leistung wiederkehrend zahlen – meist monatlich oder jährlich – und dafür fortlaufend Zugang oder Lieferung erhalten, statt einmalig zu kaufen.
WeiterlesenSystemwechsel
Ein Systemwechsel ist die Ablösung einer bestehenden Softwarelösung – etwa einer Warenwirtschaft oder eines ERP-Systems – durch ein neues System, inklusive Auswahl, Datenübernahme, Prozessumstellung und Abschaltung des Altsystems.
WeiterlesenTaktzeit
Die Taktzeit ist das Zeitintervall, in dem ein Produkt fertiggestellt werden muss, um die Kundennachfrage exakt zu decken. Sie ergibt sich aus der verfügbaren Arbeitszeit geteilt durch die benötigte Stückzahl.
WeiterlesenTeillieferung
Eine Teillieferung ist die Auslieferung nur eines Teils der bestellten Menge eines Kundenauftrags; die restlichen Positionen oder Mengen werden zu einem späteren Zeitpunkt als Nachlieferung geliefert.
WeiterlesenTestmigration
Eine Testmigration ist ein Probelauf der Datenübernahme in ein neues System – die Daten aus dem Altsystem werden vollständig ins Zielsystem geladen, aber nicht produktiv gesetzt. Sie deckt Mapping-Fehler, Formatprobleme und Datenlücken auf, bevor der echte Go-Live stattfindet.
WeiterlesenTotal Cost of Ownership (TCO)
Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet die Gesamtbetriebskosten eines ERP-Systems über seinen kompletten Lebenszyklus – nicht nur Lizenz oder Abo, sondern auch Einführung, Customizing, Schnittstellen, Datenmigration, Schulung, Hosting, Wartung und Support. TCO macht die wahren Kosten einer Systementscheidung sichtbar.
WeiterlesenUAT (User Acceptance Test)
Der UAT (User Acceptance Test), auf Deutsch Abnahmetest, ist die letzte Testphase einer ERP-Einführung, in der die künftigen Anwender selbst prüfen, ob das konfigurierte System ihre realen Geschäftsprozesse fehlerfrei abbildet. Erst die erfolgreiche UAT ist die Grundlage für die formale Abnahme und den Go-Live.
WeiterlesenUmlagerung
Eine Umlagerung ist die Verschiebung von Bestand von einem Lagerort zu einem anderen innerhalb desselben Unternehmens – etwa zwischen zwei Lagerplätzen, Lägern oder Filialen. Der Bestandswert bleibt dabei unverändert, es findet kein Verkauf und kein Einkauf statt; gebucht wird lediglich ein interner Warenumzug.
WeiterlesenUmsatzsteuer (USt)
Die Umsatzsteuer (USt) ist eine allgemeine Verbrauchsteuer auf den Umsatz von Lieferungen und Leistungen. Unternehmen berechnen sie auf ihre Verkäufe, ziehen die gezahlte Vorsteuer ab und führen nur die Differenz an das Finanzamt ab – wirtschaftlich getragen wird sie vom Endverbraucher.
WeiterlesenUmsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA)
Die Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) ist die regelmäßige, meist monatliche oder vierteljährliche Meldung, mit der ein Unternehmen dem Finanzamt seine vereinnahmte Umsatzsteuer und die abziehbare Vorsteuer übermittelt und die daraus errechnete Zahllast oder einen Erstattungsanspruch bekannt gibt.
WeiterlesenVariantenfertigung
Variantenfertigung ist eine Fertigungsart, bei der aus einem gemeinsamen Grundtyp zahlreiche produktähnliche Varianten hergestellt werden, die sich nur in einzelnen Merkmalen wie Maß, Ausstattung oder Material unterscheiden. Grundlage sind konfigurierbare Stücklisten und Arbeitspläne, aus denen das ERP-System je Kundenwunsch die konkrete Fertigungsstückliste ableitet.
WeiterlesenVendor-Lock-in
Vendor-Lock-in bezeichnet die Abhängigkeit eines Unternehmens von einem einzelnen Anbieter, deren Ursache hohe Wechselkosten, proprietäre Datenformate oder fehlende offene Schnittstellen sind – ein Wechsel wird dadurch teuer, riskant oder praktisch unmöglich.
WeiterlesenVerfahrensdokumentation
Die Verfahrensdokumentation ist die verpflichtende Beschreibung aller Prozesse und Systeme, mit denen ein Unternehmen steuerlich relevante Belege und Daten erfasst, verarbeitet, ausgibt und aufbewahrt. Sie macht die Buchführung für einen sachverständigen Dritten nachvollziehbar und ist zentrale Anforderung der GoBD.
WeiterlesenVerfügbarkeit (SLA)
Die Verfügbarkeit (SLA) ist der vom Anbieter zugesicherte Anteil der Zeit, in dem ein ERP-System nutzbar ist – festgelegt im Service Level Agreement, meist als Prozentwert wie 99,9 %. Sie definiert, wie viel Ausfallzeit vertraglich erlaubt ist und welche Folgen eine Verletzung hat.
WeiterlesenVerpackungseinheit
Eine Verpackungseinheit (VPE) ist die im Artikelstamm hinterlegte, feste Menge einer Ware, die zusammen verpackt und als geschlossene Einheit beschafft, gelagert oder verkauft wird – etwa ein Karton mit 12 Flaschen oder eine Palette mit 48 Kartons.
WeiterlesenVerpackungsgesetz (LUCID)
Das Verpackungsgesetz (VerpackG) verpflichtet in Deutschland jeden, der verpackte Ware erstmals in Verkehr bringt, zur Registrierung im Verpackungsregister LUCID und zur Systembeteiligung bei einem dualen System.
WeiterlesenVersanddienstleister (Carrier)
Ein Versanddienstleister (Carrier) ist ein Transportunternehmen, das verpackte Sendungen vom Versender annimmt, über sein Netz befördert und beim Empfänger zustellt – inklusive Sendungsverfolgung, Retourenabwicklung und definierter Laufzeiten. Im ERP-Umfeld ist er der Dienstleister, an den der Warenausgang übergeben wird und der Versandetiketten sowie Trackingdaten liefert.
WeiterlesenVersandetikett
Ein Versandetikett ist das maschinenlesbare Adress- und Frachtlabel, das auf ein Paket geklebt wird und alle Angaben trägt, die der Versanddienstleister für Transport und Zustellung benötigt: Empfänger- und Absenderadresse, eine eindeutige Sendungsnummer als Barcode sowie Routing- und Produktinformationen.
WeiterlesenVerschlüsselung
Verschlüsselung wandelt lesbare Daten mit einem geheimen Schlüssel in einen unverständlichen Chiffretext um, den nur befugte Empfänger wieder entschlüsseln können. Im ERP-Kontext schützt sie sensible Kunden-, Zahlungs- und Belegdaten bei der Übertragung und Speicherung vor unbefugtem Zugriff.
WeiterlesenWarenausgang
Der Warenausgang ist der Prozess, mit dem ein Unternehmen bestellte Ware kommissioniert, verpackt, versendet und aus dem Lagerbestand ausbucht. Er bildet das Gegenstück zum Wareneingang und schließt die logistische Kette vom Auftrag bis zur Übergabe an den Kunden ab.
WeiterlesenWareneingang
Der Wareneingang ist der Prozess, mit dem ein Unternehmen angelieferte Waren annimmt, gegen die Bestellung und den Lieferschein prüft und dem Lagerbestand zubucht. Er verbindet die Beschaffung mit der Lagerführung und ist die Voraussetzung für eine korrekte Rechnungsprüfung.
WeiterlesenWarenkorbabbruch
Ein Warenkorbabbruch liegt vor, wenn ein Kunde im Onlineshop Artikel in den Warenkorb legt, den Kauf aber nicht abschließt und den Bestellprozess vor der Zahlung verlässt. Die Warenkorbabbruchrate misst den Anteil dieser begonnenen, aber nicht abgeschlossenen Bestellungen und gilt als zentrale Kennzahl für die Conversion-Optimierung im E-Commerce.
WeiterlesenWarenwirtschaft
Warenwirtschaft bezeichnet die durchgängige Steuerung und Erfassung aller Warenbewegungen eines Betriebs – vom Einkauf über die Lagerung bis zum Verkauf. Ein Warenwirtschaftssystem (WWS) bildet diesen Warenfluss digital ab und führt den Bestand in Echtzeit.
WeiterlesenWebhook
Ein Webhook ist eine automatische Benachrichtigung, die ein System bei einem bestimmten Ereignis von sich aus per HTTP an eine hinterlegte Adde eines Zielsystems schickt. Statt aktiv nachzufragen, wird das Zielsystem sofort informiert – im ERP-Umfeld etwa über neue Bestellungen, Zahlungen oder Bestandsänderungen.
WeiterlesenWiederbeschaffungszeit
Die Wiederbeschaffungszeit ist die gesamte Zeitspanne vom Erkennen eines Bedarfs bis zur verfügbaren Einlagerung der nachbestellten Ware. Sie umfasst nicht nur die Lieferzeit des Lieferanten, sondern auch interne Bearbeitungs-, Transport- und Einlagerungszeiten und ist eine zentrale Größe für Meldebestand, Sicherheitsbestand und Bestellpunkt.
WeiterlesenWirtschaftlichkeit
Wirtschaftlichkeit ist das Verhältnis von Ertrag (Nutzen, Ausbringung) zu Aufwand (Kosten, Einsatz). Sie misst, ob ein Mitteleinsatz sich lohnt – ein Vorhaben gilt als wirtschaftlich, wenn der erzielte Nutzen die dafür aufgewendeten Kosten übersteigt.
WeiterlesenXRechnung
Die XRechnung ist ein rein strukturiertes XML-Rechnungsformat, das die europäische Norm EN 16931 umsetzt und den deutschen Standard für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber bildet – ohne sichtbare Bilddarstellung, dafür vollständig maschinell verarbeitbar.
WeiterlesenXYZ-Analyse
Die XYZ-Analyse ist ein Verfahren, das Artikel nach der Vorhersagbarkeit ihres Bedarfsverlaufs klassifiziert. X-Artikel haben einen konstanten, gut planbaren Verbrauch, Y-Artikel schwanken trend- oder saisonbedingt, Z-Artikel werden unregelmäßig und kaum prognostizierbar verbraucht.
WeiterlesenZahlungsbedingungen
Zahlungsbedingungen sind die vertraglich vereinbarten Regeln, nach denen eine Rechnung zu begleichen ist – vor allem Zahlungsziel, Zahlungsart, Skonto und Verzugsfolgen. Sie legen fest, bis wann, wie und zu welchen Konditionen der Rechnungsbetrag fällig wird.
WeiterlesenZahlungsdienstleister (PSP)
Ein Zahlungsdienstleister (PSP, Payment Service Provider) ist ein spezialisierter Anbieter, der Online-Zahlungen zwischen Käufer, Händler und Bank technisch abwickelt. Er bündelt mehrere Zahlungsarten – etwa Kreditkarte, PayPal, Kauf auf Rechnung oder Lastschrift – über eine einzige Schnittstelle und übernimmt Autorisierung, Weiterleitung und Absicherung der Transaktion.
WeiterlesenZUGFeRD
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat, das einen strukturierten XML-Datensatz nach EN 16931 in eine PDF/A-3-Datei einbettet. Der Empfänger sieht ein lesbares PDF, während Software die eingebetteten Daten automatisch verarbeitet.
WeiterlesenZwei-Tier-ERP
Zwei-Tier-ERP ist eine ERP-Strategie, bei der ein großes, zentrales Konzern-ERP in der Zentrale mit einem schlankeren, oft cloudbasierten ERP in Tochtergesellschaften oder Standorten kombiniert und über Schnittstellen verbunden wird.
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